US-Präsident Donald Trump (80) hat ein bedeutendes Öl-Abkommen mit der Regierung von Venezuela verkündet. Die Vereinigten Staaten erhielten mit der Vereinbarung die Mehrheitskontrolle über 65 Milliarden Barrel aus den venezolanischen Erdölvorkommen, erklärte Trump in der Nacht zu Samstag (MEZ). Das entspräche rund einem Fünftel der Vorkommen, die sich Schätzungen zufolge in Venezuela befinden. Dies sei "der größte Öl-Deal in der Weltgeschichte", erklärte Trump am Freitag (Ortszeit).

Die USA würden durch die Vereinbarung ihre Ölreserven mehr als verdoppeln, versicherte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Der Deal mit Venezuela sorge außerdem dafür, die Spritpreise "für alle Amerikaner" auf Jahre hinaus zu verringern. Damit will Trump, dessen Umfragewerte infolge seines Kriegs gegen Iran gesunken sind, vor den Kongress-Zwischenwahlen im November bei den Wählerinnen und Wählern punkten.

US-Außenminister Marco Rubio (55) und Verteidigungsminister Pete Hegseth (46) hätten die Vereinbarung "in direkter Zusammenarbeit" mit Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez (57) zustande gebracht, führte Trump aus. Vorgesehen sei eine Partnerschaft mit privaten Unternehmen. Den US-Steuerzahlern entstünden durch die Vereinbarung keine Kosten.Rubio: 100 Milliarden Dollar Investitionen in VenezuelaRubio erklärte im Onlinedienst X, die Vereinbarung werde Venezuela fast 100 Milliarden Dollar (85,8 Milliarden Euro) an privaten Investitionen bringen. Außerdem bedeute es für das südamerikanische Land nach jahrelanger Wirtschaftskrise "tausende gut bezahlte Jobs" und einen Beitrag zum "Wiederaufbau von Venezuelas Wirtschaft".