Der Dresdner Extremschwimmer Joseph Heß hat die gesamte Donau von der Quelle in Donaueschingen bis ins Schwarze Meer durchschwommen. Nach fast 60 Tagen erreichte er nach 2857 Flusskilometern am Dienstag sein Ziel in Sulina, teilte sein Team mit. Den letzten Tag habe er am Morgen in Crișan mitten im Donaudelta begonnen und dann noch rund 30 Kilometer zurückgelegt.
Auf der Tour durchquerte Heß zehn Länder. »Das war das größte Abenteuer meines Lebens und die längste Flussstrecke, die ich je geschwommen bin«, betonte er.In Donaueschingen an der Quelle war Heß noch symbolisch ins Wasser gesprungen. Ab Ulm schwamm er dann bis zur Mündung.»Es war schön, aber jetzt bin ich auch erst einmal froh, dass es vorbei ist. Ich freue mich auf meine Familie zu Hause«, bekannte Heß. »Ich habe täglich meine Schultern gemerkt und bekomme eben die Arme kaum noch über den Kopf, aber sonst geht es mir sehr gut. Zum Glück bin ich unterwegs nicht krank geworden.«
Wracks tauchen im Niedrigwasser aufNach Angaben seines Begleitteams ging es die letzten Tage auch an der rumänisch-ukrainischen Grenze entlang. Handelsschiffe seien mit Netzen gegen Drohnenangriffe geschützt worden, man habe zerstörte Industrieanlagen und Explosionen aus der Ferne mitbekommen. Heß wurde von dem Filmemacher Markus Weinberg begleitet. »Wir haben gleichzeitig dokumentiert, wie sich Niedrigwasser, Umweltverschmutzung, Schifffahrt, Geschichte und Klimafolgen entlang eines ganzen europäischen Flusses begegnen«, so Weinberg.










