Natürlich war damals alles ganz anders: die Anreise, der Empfang, die Fahrt von Frankfurt nach Weimar. Das Publikum auf den Straßen. Der Selbstmord des Sohnes. Die Rückkehr. Aber das hier ist kein Dokumentarfilm. Es ist eine Geschichte, die ihre eigene Wahrheit sucht. Darüber, wie es wirklich war und wie es hätte sein können. Die sich nicht an die äußeren Fakten klammert, sondern nach den inneren Tatsachen tastet: den Gefühlen, den Verletzungen, den Ängsten, die das Handeln der Menschen bestimmen. Dem Fruchtfleisch unter der harten Schale des Historischen.
„Vaterland“ im Kino: Thomas Mann zwischen Frankfurt und Weimar
In Paweł Pawlikowskis „Vaterland“ reisen Thomas Mann und seine Tochter Erika durch das geteilte Deutschland von 1949 von Frankfurt nach Weimar. Das ist keine Geschichtsverdrehung, sondern großes Kino.









