Der Modekonzern Hugo Boss stoppt sein erst vor wenigen Tagen gestartetes Aktienrückkaufprogramm. Die Entscheidung sei eine direkte Reaktion auf die Ankündigung der britischen Frasers Group, ihren Anteil an Boss auf mehr als 50 Prozent erhöhen zu wollen, ‌wie Hugo Boss am Dienstagabend mitteilte.

Zudem stelle der Einzelhändler Frasers, hinter dem der britische Milliardär Mike Ashley (61) steht, seine Unterstützung für den Hugo-Boss-Aufsichtsratschef Stephan Sturm (63) auf den Prüfstand. Der Vorstand von Hugo Boss habe daher beschlossen, den Rückkauf eigener Aktien mit Ablauf des 8. ​September bis auf Weiteres auszusetzen. Der Kurs des Modeunternehmens notierte zuletzt leicht im Plus.

Wie und wann genau die Marke von ‌50 Prozent überschritten werden soll, ließ Frasers offen. Sollte ​der Konzern Sturm das ‌Vertrauen entziehen, werde man dies bekannt geben. Hugo Boss erklärte dazu, die Mitteilung von Frasers führe zu keinen personellen Veränderungen. Sturm bleibe in seinem Amt.Hugo Boss hatte das Rückkaufprogramm am 24. August gestartet und ‌seither 124.044 Aktien für rund 4,8 Millionen Euro erworben. Das Unternehmen sei weiterhin von seiner Strategie überzeugt und werde eine Wiederaufnahme des Programms ‌zu gegebener Zeit prüfen, hieß es ​in der Mitteilung weiter.