Versorgungsängste angesichts der sich wieder verschärfenden Spannungen in Nahost haben die Ölpreise am Mittwoch in ​Richtung 100 Dollar getrieben. Die Notierungen für das Nordseeöl Brent und das ‌US-Öl WTI stiegen in der Spitze um jeweils rund 2,5 Prozent auf 97,04 und 92,29 Dollar je Fass. Das ist der höchste Stand seit dem 24. Juli. Schon am Dienstag waren die Ölpreise nach gegenseitigen ​Angriffen der USA und des Iran um rund 5 Prozent in die ⁠Höhe ⁠geschossen.

Auch der europäische Gaspreis ist nach der Wiederaufnahme der gegenseitigen Angriffe geklettert und auf den höchsten Wert seit mehr als drei Jahren angesprungen. Der als Referenz für die Großhandelspreise für Gas geltende Terminkontrakt TTF an der Energiebörse in den Niederlanden legte am Dienstagabend um 6,2 Prozent auf 74,14 Euro pro Megawattstunde zu. Damit erreichte er den höchsten Stand seit Januar 2023.

Die explodierenden Preise haben auch Auswirkungen auf die Aktienmärkte. Der Dax notierte zuletzt deutliche Verluste.

Für den jüngsten Schub beim Ölpreis sorgte die Nachricht, dass das US-Militär nach eigenen Angaben neue Angriffe gegen Iran gestartet hat. Diese seien eine Reaktion auf die jüngsten Angriffsversuche der iranischen Revolutionswächter gegen die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus und gegen in der Region stationierte US-Soldaten, hieß es von dem für die Region zuständigen US-Militärkommando.