Der Preis für Rohöl der US-Sorte WTI kletterte erstmals seit Ende Juli wieder über 90 Dollar. Auch hier betrug der Aufschlag zuletzt gut vier Prozent.Für den jüngsten Schub beim Ölpreis sorgte die Nachricht, dass das US-Militär nach eigenen Angaben neue Angriffe gegen Iran gestartet hat. Diese seien eine Reaktion auf die jüngsten Angriffsversuche der iranischen Revolutionswächter gegen die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus und gegen in der Region stationierte US-Soldaten, hieß es von dem für die Region zuständigen US-Militärkommando (mehr hier).
Darüber hinaus meldete das auf maritime Sicherheit spezialisierte Beratungsunternehmen Marisks, dass jüngst zwei Rohöl-Tanker von unbekannten Geschossen getroffen worden seien. Dessen Angaben zufolge befanden sich beide Schiffe gerade auf der Ausfahrt aus dem Persischen Golf.Zuvor hatte bereits die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt in der Nacht gemeldet, dass in der Straße von Hormus erneut ein Öltanker angegriffen worden sei. Demnach wurde er während der Ausfahrt aus der Meerenge von Geschossen getroffen. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar.Er rechnet eher mit weiter steigenden Rohölpreisen, da es »keine Anzeichen dafür gibt, dass der normale Transit durch die Straße von Hormus in naher Zukunft wieder aufgenommen wird«.»Die gestiegenen Ölpreise drohen, die Inflation wieder anzufachen, was wiederum das Risiko einer strafferen Geldpolitik erhöht«, sagte Fawad Razaqzada vom Handelshaus Forex.com. Was die Anleger ebenfalls verunsichere, sei der anhaltende Anstieg der weltweiten Anleiherenditen, der gewissermaßen Hand in Hand mit den Ölpreisen gehe. Höhere Renditen am Anleihenmarkt lassen festverzinsliche Wertpapiere attraktiver erscheinen als riskante Aktien.






