Im Rechtsstreit um die Entlassung von trans Menschen aus dem US-Militär ist die Regierung von Präsident Donald Trump vor den Obersten Gerichtshof gezogen. Ein entsprechender Antrag sei beim Gericht eingegangen, sagte eine Sprecherin. Ob der Supreme Court den Fall annimmt, steht allerdings noch nicht fest.Das Verteidigungsministerium hatte 2025 auf Trumps Geheiß angeordnet, dass trans Menschen weitgehend vom Militärdienst ausgeschlossen werden sollen. Untere Instanzen hatten das vorerst blockiert, ein rechtskräftiges Urteil steht aber noch aus. Trumps Antrag an den Obersten Gerichtshof in der Hauptstadt Washington zielt darauf ab, diese Mitglieder der Streitkräfte schon vor einem Urteil aus dem Dienst zu entfernen.
Gericht: unzulässiges staatliches InteresseDas Gericht in erster Instanz war überzeugt, dass der Ausschluss von trans Menschen gegen das Verfassungsgebot verstoße, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich behandelt werden müssen. Die nach Verteidigungsminister Pete Hegseth benannte Richtlinie beruhe »zumindest teilweise auf einem unzulässigen staatlichen Interesse, der politisch unpopulären Gruppe der Transgender-Personen zu schaden«, hieß es in der Begründung.
Die US-Regierung bezeichnete das in ihrem Antrag an die obersten Richterinnen und Richter als »schwerwiegende Fehlentscheidung«. Die Fähigkeit der Streitkräfte, selbst darüber zu entscheiden, wer Militärdienst leisten dürfe, sei eine Angelegenheit von außerordentlicher Bedeutung.Trans Menschen identifizieren sich nicht mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugeschrieben wurde. Trump setzte sich bereits in seiner ersten Amtszeit für den Ausschluss von trans Menschen aus dem Militär ein und verschärft nun erneut die Regeln. Er behauptet, das Militär sei von einer »radikalen Gender-Ideologie« heimgesucht und geschwächt worden.











