Im Maghreb herrscht kalter Krieg. Wer in diesem Minenfeld verlässliche Partner sucht, muss mehr investieren als eine Stippvisite.

Planlos im Maghreb, oder Johann Wadephul auf Reisen

Michael Brandt/dpa

A uf der Suche nach neuen Energiepartnern ist die Bundesregierung in Nordafrika fündig geworden. Bei seinem Besuch in Algier bekam Außenminister Johann Wadephul das Versprechen weiterer Gaslieferungen, die Deutschlands derzeit nur zur Hälfte gefüllten Speicher vor dem Winter auffüllen sollen.

Wadephul wurde von Präsident Tebboune empfangen, in Tunis am Vortag von Kais Saied. Dass ein Außenminister von Staatsoberhäuptern empfangen wird, ist eher unüblich. Aber auf beiden Seiten des Mittelmeers will man die Funkstille beenden. Seit Beginn des israelischen Einmarsches in Gaza lagen Projekte wie die hoffnungsvoll begonnenen Wasserstoffpartnerschaft mit Tunesien auf Eis.