Deutschlands Außenminister wirbt in Tunis für Sicherheitszusammenarbeit und in Algier für Energieexporte. In beiden Ländern empfangen ihn die Staatschefs.

Außenminister Johann Wadephul bei seinem Besuch in Tunesien, Kritik vermeidet er eher

Michael Brandt/dpa

Mit seiner Reise in den Maghreb will Außenminister Johann Wadephul (CDU) die Beziehungen in eine zuletzt von der deutschen Außenpolitik vernachlässigte Region wieder stärken. Im Mittelpunkt der Gespräche in Algerien und Tunesien stehen dabei Wirtschaft und Energieexporte nach Europa. Die EU will unter anderem mit Solarstrom und Wasserstoff aus der Sahara bis 2050 klimaneutral werden.

Doch spätestens nach dem Massenansturm auf Ceuta tritt nun wieder ein anderer Aspekt in den Vordergrund: Migration. Die erste Reiseetappe im krisengeplagten Tunis zeigt, dass die bisherige Strategie Berlins dabei viel zu kurz greift.