Verheerende Sturzflut : Zahl der Todesopfer im Himalaja steigt auf 127003.09.2026, 10:48Lesezeit: 2 Min.Die Zerstörung ist gigantisch: Aufnahme aus dem Nuwakot-Distrikt in Nepal am DienstagAFPDie nepalesische Polizei meldet 1252 bestätigte Tote allein in Nepal. Noch immer werden tausende Menschen vermisst. Experten warnen vor dem Ausbruch gefährlicher Krankheiten.Nach der verheerenden Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet ist die Zahl der Todesopfer insgesamt auf mehr als 1270 gestiegen: In ihrer jüngsten Statistik spricht die nepalesische Polizei von 1252 bestätigten Toten allein in Nepal, China hatte 21 Opfer gemeldet.Viele Leichen sind den Behörden zufolge bei ihrem Fund völlig entstellt und teilweise schon stark verwest. Die Zahl der Todesopfer dürfte in den nächsten Tagen und Wochen noch weiter steigen.Die Zahl der Vermissten stieg laut einem Polizeisprecher in Nepal auf fast 4216. In Tibet waren es zuletzt knapp 541. Auch von Hunderten Ausländern fehlt seit der Katastrophe vom vergangenen Mittwoch jede Spur, darunter sind mehrere Deutschen. Eine vierköpfige deutsche Familie war hingegen in den Tagen nach der Flut gerettet und mit einem Hubschrauber in Sicherheit gebracht worden.Suche nach Vermissten dauert anEine verheerende Sturzflut aus Wasser, Schlamm, Eis und Geröll hatte im Grenzgebiet alles mit sich gerissen, was ihr im Weg stand. Experten zufolge soll ein massiver Gletscherabbruch auf der tibetischen Seite die Flut ausgelöst haben. Viele Dörfer sind völlig zerstört, die Bewohner dort haben alles verloren.Tausende Einsatzkräfte suchen weiter in den Erdmassen und in verschütteten Tunneln nach Vermissten. Die Such- und Rettungsarbeiten werden immer wieder von weiteren drohenden Sturzfluten und schlechtem Wetter beeinträchtigt.Experten warnen derweil vor dem Ausbruch gefährlicher Krankheiten. Mitarbeiter der Hilfsorganisation Save the Children berichteten von katastrophalen hygienischen Bedingungen im Unglücksgebiet – und zahlreichen Leichensäcken entlang der Straße, die von der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu in die weitgehend zerstörte Stadt Trishuli Bazar führt.Sauberes Wasser fehlt„Verwesende menschliche und tierische Überreste, nicht entsorgter Abfall und stehendes Wasser erhöhen zusätzlich das Gesundheitsrisiko für die Menschen in der Region“, hieß es in einer Mitteilung der Organisation. Dass es in einigen der besonders betroffenen Regionen weiter regne, mache die Situation noch schlimmer.„Überfüllte Räume, verunreinigtes Wasser, schlechte sanitäre Verhältnisse und eine eingeschränkte Gesundheitsversorgung schaffen ideale Bedingungen für Krankheitsausbrüche, die Kindern schwer schaden können“, sagt Tara Chettry, Länderdirektorin von Save the Children in Nepal. Viele Wasserquellen seien verunreinigt, so dass es den Menschen an sauberem Trink- und Waschwasser fehle.Überschwemmungen können Abwässer und Fäkalien in Trinkwasserquellen spülen, Latrinen können beschädigt, Kläranlagen überflutet sein. In den Notunterkünften werden nach Angaben der Organisation bereits Kinder mit Fieber und Atemwegsinfektionen behandelt. Besonders groß ist die Sorge vor Durchfallerkrankungen wie Cholera – verursacht vom Bakterium Vibrio cholerae – und Hautinfektionen. Stehendes Wasser bietet zudem ideale Brutstätten für Mücken und erhöht damit das Risiko für Dengue-Fieber.
Zahl der Todesopfer im Himalaja steigt auf mehr als 1270
Die nepalesische Polizei meldet 1252 bestätigte Tote allein in Nepal. Noch immer werden tausende Menschen vermisst. Experten warnen vor dem Ausbruch gefährlicher Krankheiten.












