Das Gespräch dauert keine drei Minuten, da verbreitet Maik Reichel Hoffnung. Und um zu ermessen, wie bemerkenswert das ist, muss man nicht nur wissen, dass der Ort des Interviews Magdeburg in Sachsen-Anhalt ist, wo die AfD am Sonntag an die Regierung gewählt werden könnte. Sondern dass, noch präziser, das Treffen in der Landeszentrale für politische Bildung stattfindet, einer Institution über zwei Etagen in einer funktionalen Neubau-Straße. Maik Reichel ist seit 13 Jahren ihr Direktor. Und die AfD in Sachsen-Anhalt, das hat sie in ihrem „Regierungsprogramm“ und auch sonst bei jeder Gelegenheit verkündet, möchte die Landeszentrale auflösen oder umformen in ein „Landes­institut für staatspolitische Bildung und kulturelle Identität“, kurz: ein Institut für Patriotismus.