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An einem Tag im Juli fährt Thomas Groth auf einem staubigen Feldweg im Süden Berlins lange an einem Zaun entlang. Dann steigt er aus dem Wagen, geht zu dem Zaun und blickt über ihn hinweg: wuchernde Wiesen, Büsche, dazwischen sind Wege angelegt. Am Boden ist der Zaun aus Holz und Draht mit einer schwarzen Kunststoffwand verstärkt.
Da drüben leben 1.000 Zauneidechsen.
Thomas Groth ist Unternehmer, er baut und verkauft Häuser. Hier in der Nähe wollte er ein ganzes Viertel bauen, Neulichterfelde, 2.500 Wohnungen. 2012 hat er das Grundstück erworben, es war mal ein Truppenübungsplatz. Fünf seiner Mitarbeiter kümmerten sich um das Projekt – die meiste Arbeit bereiteten ihnen die strengen Artenschutz-Auflagen. Ein Ingenieurbüro stellte den Zaun auf und legte dahinter ein Biotop an, mit vielen neuen Pflanzen. In den 14 Jahren seit dem Erwerb des Grundstücks hat sich hier sonst nichts verändert. Es gibt nur den Zaun, zwei Bautafeln, und das Grün sieht ein bisschen anders aus.






