PfadnavigationHomeRegionalesBerlin & BrandenburgWarum Berlin sich um einen Zaun streitetVeröffentlicht am 25.02.2026Lesedauer: 5 MinutenDer Bau des Zauns kostete laut Senat knapp 1,8 Millionen Euro.Quelle: Britta Pedersen/dpaDer Görlitzer Park ist für sein Drogenproblem auch außerhalb Berlins bekannt und berüchtigt. Nun soll der Park einen Zaun bekommen und nachts schließen. Wird das helfen oder noch mehr Ärger bringen?Es ist seit Jahren ein Reizthema und mehr als eine Berliner Kiezgeschichte: Der Görlitzer Park in Kreuzberg soll wegen seines großen Drogenproblems eingezäunt und nachts verriegelt werden. Noch ist der Park offen. Auch im Winter stehen Dealer an den Eingängen und Wegen, Radfahrer nutzen ihn als Abkürzung, Jogger als Laufstrecke. Ab Anfang März soll die Schließung des Parks in der Nacht beginnen. Wann genau, sagt der Senat lieber nicht.Obwohl es nur um einen eher unspektakulären Park im Zentrum einer Großstadt geht, ist die Lage weiter kritisch. Zaun-Gegner kündigen Widerstand und Zerstörungen an. Auf einer linksradikalen Internetseite wird aktuell dazu aufgerufen, «sich mal die verschiedenen Zäune, Tore und Drehkreuze genauer anzuschauen». Manche der neuen Bauten würden stabiler aussehen als sie seien. «Manche sehen sehr unstabil aus und sind es auch.» Darunter warnt ein anderer Schreiber vor viel Wachschutz und Zivilpolizei.Senat bleibt vage: nächtliche Schließung ab Anfang MärzDer Senat will den konkreten Abend für die erste Schließung der Eingänge nicht nennen, offenbar um den Ärger nicht weiter anzuheizen und Zerstörungen zu provozieren. Man peile «Anfang März» an.