Was 2025 als Rettungsmission begann, wurde erst zum internationalen Forschungsprojekt und schließlich zum Politikum. Weil der Sarkophag im Dom von Magdeburg über den sterblichen Überresten von Kaiser Otto I. (912–973) zusammenzubrechen drohte, brachten Forscher um Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt, diese in Sicherheit. Später beugten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland über die Knochen. Am Ende beschwerte sich die AfD, die Gebeine des „Gründers des Deutschen Reiches und damit der Präfiguration unseres Staates“ würden öffentlich ausgestellt wie ein kurioses Fossil. Am 1. September wird der alte Kaiser nun im Magdeburger Dom neu beigesetzt. Zeit für ein Gespräch.
Archäologe Harald Meller: Warum Kaiser Otto I. nicht zum nationalen Symbol taugt
In Sachsen-Anhalt werden die Gebeine Ottos des Großen neu beigesetzt. Landesarchäologe Meller über nationale Narrative und die Wissenschaft.







