Pressekonferenzen der Jury sind bei Filmfestspielen eigentlich fester Bestandteil des Programms – ob in Cannes, Berlin oder Venedig. In der Lagunenstadt wurde sie jüngst jedoch abgesagt. Nun die Rolle rückwärts: Die zunächst gestrichene Veranstaltung soll doch stattfinden. Eine Sprecherin des Festivals bestätigte einen entsprechenden Bericht des US-Magazins »Deadline«.Die Organisatoren hatten den Termin, bei dem sich die Jury zur Festivaleröffnung den Fragen von Journalistinnen und Journalisten stellt, zuvor nicht im Programm gehabt. Das führte zu Irritationen und Kritik bei Festivalbesuchern. Und zu Vermutungen, dies habe mit den zuletzt politisch sehr aufgeladenen Eröffnungs-Pressekonferenzen bei Filmfestivals zu tun. Die Pressestelle in Venedig bestritt das aber und sprach von einem Terminkonflikt.
Fragen zum Gazakrieg sorgen für ProblemeIm vergangenen Jahr wurde Jurypräsident Alexander Payne zum Auftakt in Venedig zum Gazakrieg befragt – und geriet dabei in Erklärungsnöte. Damals war der Film »The Voice of Hind Rajab « über ein getötetes palästinensisches Mädchen ins Rennen gegangen, Regisseurin Kaouther Ben Hania gewann damit den zweitwichtigsten Preis des Festivals. Dieses Jahr sitzt sie in der Wettbewerbsjury.










