Die von US-Präsident Donald Trump verordnete Umbenennung des US-kanadischen Grenzsees Lake Ontario in »Lake America« wirkt sich bereits auf den Online-Kartendienst Google Maps aus. Der US-Konzern hat nach eigenen Angaben die neue Bezeichnung für Suchen aus den Vereinigten Staaten entsprechend angepasst. Außerhalb des Landes gelten andere Regeln: Google teilte mit, dass Nutzer in Kanada weiterhin die Bezeichnung Lake Ontario sehen werden. In anderen Ländern und damit auch in Deutschland werden laut Google beide Namen angezeigt.Am Donnerstag hatte Trump die Umbenennung verfügt. Die Kanadier halten am bisherigen Namen fest. Kanadas Premierminister Mark Carney hat erklärt, Kanada werde Trumps Versuch, den Lake Ontario im Alleingang umzubenennen, nicht anerkennen. Lake Ontario ist einer der sogenannten fünf Großen Seen. Durch ihn verläuft die Grenze zwischen der kanadischen Provinz Ontario und dem US-Bundesstaat New York. Der Name des Sees reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück, als die USA und Kanada noch gar nicht gegründet waren.Trump nutzt Umbenennungen in seiner zweiten Amtszeit häufiger als Mittel der Machtdemonstration. Sein Ärger über Kanada liegt im gemeinsamen Zollstreit begründet, bei dem das Nachbarland nicht einlenkt. Seit dem Scheitern der Handelsgespräche zwischen den Regierungen in Washington und Ottawa vor gut einer Woche hat sich der Streit zwischen den Nachbarländern deutlich verschärft. Trump hatte zuletzt erklärt, dass er nicht mehr damit rechne, dass die USA nennenswerte Geschäfte mit Ontario tätigen. Kanadas bevölkerungsreichste Provinz ist wirtschaftlich eng mit den USA verflochten.
Donald Trump verfügt Umbenennung des Ontariosees: Google Maps zeigt »Lake America«
Als Reaktion auf den Handelsstreit mit Kanada hat US-Präsident Trump den Ontariosee umgetauft. Nun schafft Google Maps Fakten – und verzeichnet den »Lake America« auf seinen Karten.












