Die US-Regierung betonte, dass der größte Teil des Seevolumens in den Vereinigten Staaten liege, ebenso die tiefsten Stellen. Mit dem Namen solle zum Ausdruck gebracht werden, dass es sich um einen amerikanischen See handele. Mit der Verfügung Trumps wird den Angaben zufolge die offizielle US-Datenbank für geografische Orte und Namen angewiesen, den Namen zu ändern.Der Ontariosee ist einer der fünf sogenannten Großen Seen an der Grenze zwischen den USA und Kanada. Kanadas größte Stadt Toronto liegt an dem See, in der gleichnamigen Provinz Ontario. Der Name geht zurück auf die Ureinwohner der Region und lässt sich in etwa mit »See des schimmernden Wassers« übersetzen.
Trump hatte zuvor in einer Videobotschaft eine Karte mit dem neuen Namen des Sees veröffentlicht und dazu gesagt, die USA erwarteten nicht, »noch viele Geschäfte mit Ontario zu machen«.Der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada war am Wochenende nach dem Scheitern von Verhandlungen eskaliert, beide Länder überziehen sich seither gegenseitig mit hohen Zöllen (mehr hier ). Der Premier von Ontario, Doug Ford, hatte am Montag erklärt, Trump »könne ihn mal« und mit einem Aufschlag auf Stromexporte gedroht.
Trump hat in seiner zweiten Amtszeit wiederholt mit Ansprüchen auf ausländisches Territorium für Irritationen gesorgt. Mehrfach erwog er öffentlich, Kanada zum 51. Bundesstaat der USA zu machen. Den Golf von Mexiko benannte er gleich am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 per Dekret in »Golf von Amerika« um, was Mexiko jedoch nicht akzeptiert. Für den Sprachgebrauch in den USA ist eine Umbenennung ohne Zustimmung der Anrainerstaaten möglich. Umgekehrt könnten die Uno, andere internationale Organisationen und andere Länder aber beim bisherigen Namen bleiben.Mit großem Eifer benennt der US-Präsident Dinge um, teils unter Protest anderer Staaten. Nach einem Berg und einem Militärstützpunkt ist nun ein See an der Reihe. Wie Trumps Chancen dafür stehen, lesen Sie hier.











