Das US-Finanzministerium hat mehreren Journalisten die Akkreditierung für das am Montag beginnende Treffen der G20-Finanzminister und Zentralbanker in Asheville verweigert. Reporter der »New York Times«, des »Wall Street Journal« sowie der Nachrichtenagentur Bloomberg News haben keinen Zugang zu dem Treffen, wie die Medienhäuser mitteilten.

Als G20-Gastgeber regelt das Finanzministerium den Zugang zu den zweitägigen Beratungen im US-Bundesstaat North Carolina.So reagieren Bloomberg News und die »New York Times«In einer Stellungnahme von Bloomberg News hieß es, die Akkreditierungsanträge »zahlreicher« Journalisten der Agentur seien abgelehnt worden, darunter auch einige mit Sitz in Europa und Asien. Die Verweigerung des Zugangs »untergräbt die Medienfreiheit und die öffentliche Rechenschaftspflicht«, hieß es. Und: »Wir werden weiterhin für uneingeschränkten Zugang der Presse eintreten, während wir fair und präzise über die Vorgänge berichten.«

Die »New York Times« berichtete , es seien Reporter der Zeitung ausgeschlossen worden, die seit Jahren über solche Treffen berichten. Der Berliner Korrespondent der Zeitung, Jim Tankersley, darf vom Gipfel berichten.In einer Stellungnahme der Zeitung hieß es, die Verweigerung der Akkreditierung sei »nicht nur ein weiterer beunruhigender Versuch der Regierung, unabhängigen Journalismus zu untergraben«, sondern dies sei auch der Versuch, »öffentlicher Kontrolle zu entgehen«. Bei dem Treffen werde es unter anderem um den Irankrieg, Sanktionen und die Inflation gehen; deshalb sei es »für die Weltwirtschaft und die amerikanische Bevölkerung von großer Bedeutung«.