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Iran-Krieg: US-Medien – US-Militär greift iranische Raketenwerfer an Live-Blog Erneut Tanker in Straße von Hormus angegriffen +++ Iran weist US-Angaben über geöffnete Straße von Hormus zurück +++ Iranischer Präsident fordert Verhandlungen mit USA +++ Der Newsblog.
Donald Trump: Es ist die erste Militäraktion der US-Streitkräfte seit einer wochenlangen Feuerpause mit dem Iran. Foto: AP Photo/Jacquelyn MartinUS-Medien: US-Militär greift iranische Raketenwerfer anDas US-Militär hat Medienberichten zufolge erstmals seit Ende Juli wieder Angriffe im Iran geflogen. Ziel seien zwei iranische Raketenwerfer auf der Insel Larak gewesen, berichteten das Nachrichtenportal „Axios“ sowie die Sender Fox News und CBS News unter Berufung auf einen US-Beamten.Erneut Tanker in Straße von Hormus angegriffenIn der Straße von Hormus ist erneut ein Tanker angegriffen worden. Das Schiff sei vor der Küste des Omans von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) am Abend auf der Plattform X. Den Angaben nach kam es bereits am Samstag zu dem Vorfall zwölf Seemeilen nördlich der Stadt al-Chasab.Derzeit lägen keine Berichte über Verletzte oder Umweltschäden vor, hieß es weiter. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar. Die Behörden ermittelten, teilte UKMTO mit. Zuletzt hatte die Behörde einen Angriff am Dienstag auf einen Öltanker vor der omanischen Küste gemeldet.In einer weiteren Mitteilung von UKMTO am Sonntag hieß es, dass Angriffe, Angriffsversuche und Belästigungen der iranischen Revolutionsgarden in der Straße von Hormus andauerten, darunter Drohnenüberflüge, gezielte Überwachung von Handelsschiffen und gelegentliche Funksprüche. Dies zeige, dass der Iran weiter den Druck auf durchfahrende Schiffe aufrechterhalten wolle. Der Handelsverkehr durch die Meerenge bleibe auf einem reduzierten Niveau, wenn auch mit einem leichten Anstieg gegenüber den jüngsten Tiefständen.Siedler greifen Fernsehteam an – mehrere VerletzteRadikale israelische Siedler haben Medienberichten zufolge Mitglieder eines US-Fernsehteams und eine palästinensische Familie im besetzten Westjordanland angegriffen. Dabei seien ein Mann und eine Frau verletzt worden, hieß es. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, der Vorfall habe sich im Dorf Dschalud südlich von Nablus ereignet. NBC News berichtete, dass mehrere Journalisten des US-Senders attackiert worden seien. Die Journalisten hätten eine Familie zu ihrem Haus begleitet, das diese bereits vor längerer Zeit hatte verlassen müssen. Wafa berichtete, die Siedler hätten unter anderem die Windschutzscheibe des Fahrzeugs eingeschlagen, in dem Mitarbeiter des US-Senders NBC News unterwegs waren. „Sie sprangen heraus, schlugen uns und sprangen dann zurück ins Auto“, zitierte NBC News seinen Korrespondenten. Die israelische Armee teilte dazu mit, Sicherheitskräfte seien auch in Dschalud im Einsatz, „um weitere Unruhen zu verhindern und die Ordnung in der Region wiederherzustellen“. Man verurteile „alle Formen von Gewalt aufs Schärfste“.Israel greift Hamas-Kommandeur auf Klinikgelände anDie israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen Kommandeur des militärischen Flügels der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen gezielt angegriffen. Der Mann habe sich in einem Medikamentenlager in einem angrenzenden Gebäude des Al-Aksa-Krankenhauses in Deir al-Balah im zentralen Abschnitt des Küstenstreifens versteckt gehalten, hieß es in der Mitteilung des Militärs. Das Krankenhaus selbst sei nicht angegriffen worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Laut Krankenhaus wurden bei einem israelischen Drohnenangriff drei Palästinenser verletzt. Bei weiteren Angriffen der israelischen Armee im Gazastreifen wurden nach palästinensischen Angaben insgesamt drei Palästinenser getötet. Zwei Palästinenser seien bei einem Luftangriff auf ein Motorrad im Südwesten der Stadt Gaza und ein dritter bei einem Angriff auf einem Feld östlich von Deir al-Balah getötet worden, hieß es nach Angaben von Rettungskräften. Das Militär äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten. Minister: Ölproduktion in kurdischer Region im Irak wieder hochgefahrenDie Ölförderung in der Region Kurdistan im Irak wurde nach Angaben der Regierung wieder hochgefahren. Die Unternehmen hätten die Förderung wieder aufgenommen, die nach Drohnenangriffen während des Iran-Kriegs unterbrochen gewesen sei, erklärt der zuständige Minister Kamal Mohammed. Aktuell würden 220.000 bis 230.000 Barrel (1 Barrel = 159 Liter) pro Tag gefördert. Ein Sprecher des irakischen Ölministeriums sagt, die Ölexporte aus der Region zum türkischen Hafen Ceyhan hätten inzwischen ein Volumen von rund 150.000 Barrel pro Tag erreicht.Geheimdienst: Netanjahus Sohn wegen Bedrohung aus USA zurückIsraels Inlandsgeheimdienst hat bestätigt, dass ein Sohn des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wegen einer akuten Bedrohung aus den USA zurückkehren musste. „Tatsächlich bestand eine erhebliche Gefahr für Jair Netanjahu“, hieß es in einer Mitteilung von Schin Bet. „Aufgrund dieser Bedrohung und nach einer Lageeinschätzung wurde entschieden, ihn gemeinsam mit seinem Sicherheitsteam dringend nach Israel zurückzubringen.“ Der Geheimdienst äußerte sich allerdings nicht zu angeblichen Mordplänen des Irans gegen einen seiner Söhne, von denen Benjamin Netanjahu zuletzt gesprochen hatte. Der US-Sender Newsmax hatte berichtet, der 35-jährige Jair Netanjahu sei Ende vergangenen Jahres Ziel eines iranischen Attentatsplans gewesen. Der israelische Geheimdienst habe im vergangenen Dezember davon erfahren und habe die US-Behörden informiert, berichtete der Sender unter Berufung auf eine Person aus dem Umfeld der US‑Strafverfolgung. Demnach hätten sich bereits iranische Agenten „vor Ort“ in Miami befunden und den Wohnsitz von Jair sowie seine Bewegungen überwacht. Israelische Siedler greifen Haus im Westjordanland an Dutzende maskierte israelische Siedler haben im besetzten Westjordanland erneut palästinensische Häuser angegriffen. Die Angreifer umzingelten am Samstag am Rande des Dorfes Kusra ein Gebäude und bewarfen es mit Steinen, wie Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. In dem Haus hätten sich sieben Palästinenser gefunden. Das eintreffende israelische Militär ging den Zeugen zufolge jedoch gegen die Palästinenser vor. Die Soldaten hätten Tränengas in das Haus gefeuert, die Bewohner gefesselt, ihnen die Augen verbunden und sie geschlagen, sagte der Hauseigentümer Luaj Bajrudi. Die Siedler hätten dagegen unbehelligt abziehen können, erklärte der Sanitäter Saddam Odaj, der sich ebenfalls in dem Gebäude befand. Ihm zufolge wurden vier Menschen durch Tränengas und zwei weitere durch Steinwürfe verletzt. Das Militär teilte mit, die Truppen seien angerückt, um Randalierer zu vertreiben und die Bewohner zu schützen. Zu den Vorwürfen der Misshandlung äußerte sich die Armee zunächst nicht.Iran: Werden US-Sanktionen standhaltenDie iranische Regierung hat im Konflikt mit den USA angekündigt, trotz der neuen Wirtschaftssanktionen nicht nachzugeben. Der Iran werde sich auch von den Verschwörungen der USA und Israels nicht von seinem Kurs abbringen lassen, hieß es in einer von staatlichen Medien verbreiteten Erklärung der Führung in Teheran. Diplomatie und Verteidigung gehörten untrennbar zusammen, um die nationalen Interessen, die Sicherheit und die territoriale Integrität des Landes zu schützen. Die iranische Führung werde beide Wege gleichzeitig verfolgen. Zudem wolle sie sich darauf konzentrieren, die Inflation einzudämmen, Arbeitsplätze zu schaffen, die heimische Produktion zu fördern und die Abhängigkeit vom Dollar schrittweise zu verringern. Am Freitag hatte das Außenministerium die US-Sanktionen als „Staatsterrorismus“ und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. Sie gefährdeten die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen.Iran weist US-Angaben über geöffnete Straße von Hormus zurückDie Marine der iranischen Revolutionsgarden weist US-Angaben zurück, wonach die Straße von Hormus geöffnet sei. Die Behauptungen der USA seien ein Versuch, die Ölpreise zu kontrollieren und eigene Misserfolge zu vertuschen, heißt es in einer Mitteilung der Revolutionsgarden. Die Einschränkungen an der Meerenge blieben demnach so lange bestehen, bis die US-Militäraktionen gegen den Iran beendet und entsprechende Verpflichtungen umgesetzt seien.Iranischer Präsident fordert Verhandlungen mit USADer iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich einem staatlichen Fernsehbericht zufolge für Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA ausgesprochen. Weder Teheran noch Washington könne die eigenen Forderungen vollständig durchsetzen, sagte Peseschkian demnach am Freitag. Es seien Gespräche nötig, um für Stabilität und Ruhe zu sorgen.Peseschkian kritisierte Hardliner im Iran, die sich gegen ein Abkommen mit den USA stellen, eine Fortsetzung des Kriegs bevorzugen und argumentieren, dass Sanktionen bislang kaum Auswirkungen für das Land gehabt hätten.Die USA und Israel hatten den Krieg gegen den Iran vor sechs Monaten, am 28. Februar, begonnen.Israel: Hamas-Mitglied bei Luftangriff im Westjordanland getötetBei einem Luftangriff im Westjordanland hat das israelische Militär nach eigenen Angaben ein Hamas-Mitglied und zwei weitere Personen getötet. Demnach sei ein Auto nahe der Stadt Dschenin im Norden des besetzten Gebiets mit Drohnen unter Beschuss genommen worden, teilt die Armee mit. Bei dem Getöteten handele es sich um Kais Bitawi, dem das Militär die Planung und Finanzierung von Anschlägen vorwirft. Auch die Extremistengruppen Hamas und Islamischer Dschihad bestätigen seinen Tod. Der Palästinensische Rote Halbmond wirft israelischen Bodentruppen vor, Rettungskräfte vorübergehend festgehalten und den Transport von Verletzten behindert zu haben. Eine Stellungnahme des Militärs dazu liegt zunächst nicht vor.Acht Zivilisten bei Drohnenangriffen im Sudan getötetBei Drohnenangriffen im Sudan sind nach Angaben einer Aktivistengruppe acht Zivilisten getötet und Dutzende weitere Menschen verletzt worden. Eine Drohne habe am Donnerstag Zivilisten in der Stadt Sowdari im sudanesischen Bundesstaat Nord-Kordofan angegriffen, teilte am Freitag die unabhängige Gruppe Notfallanwälte mit, die Gräueltaten im Bürgerkriegsland Sudan dokumentiert. Als andere Menschen den Opfern zu Hilfe kamen, habe es einen zweiten Drohnenangriff gegeben.Zivilisten ins Visier zu nehmen und dann während eines Rettungseinsatzes erneut anzugreifen, sei ein Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht und stelle ein Kriegsverbrechen dar, berichtete die Gruppe auf Facebook. Die Organisation forderte eine unabhängige Untersuchung, um die Verantwortlichen ausfindig zu machen.Im Sudan herrscht seit April 2023 ein Bürgerkrieg, in dem sich das sudanesische Militär und die paramilitärische Gruppe RSF gegenüberstehen. Beide Kriegsparteien haben Drohnen eingesetzt. Laut den Vereinten Nationen sind Drohnenangriffe inzwischen für die meisten Todesfälle im Land verantwortlich. Demnach waren Drohnen für 80 Prozent der zivilen Todesopfer in den ersten vier Monaten des aktuellen Jahres verantwortlich.Behörde sieht mehr Schiffspassagen in Straße von HormusDie britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) verzeichnet mehr Schiffspassagen durch die für die internationale Energiewirtschaft wichtige Straße von Hormus als traditionelle Datenanbieter. Etwa 29 Frachter hätten die Meerenge durchschnittlich täglich in den vergangenen sieben Tagen passiert, wie aus einem aktuellen Bericht der Behörde hervorgeht.Demnach seien in der vergangenen Woche 103 Schiffe in den Persischen Golf ein- und 101 Schiffe ausgefahren. Der Bericht verzeichnet einen leichten Anstieg seit dem Ende aktiver Kampfhandlungen zwischen dem Iran und den USA in der Region Ende Juli.Schifffahrtsdatenanbieter wie das Unternehmen Kpler hatten zuletzt von einstelligen täglichen Transiten in der Meerenge berichtet. Kpler wertet für seine Erhebungen Übertragungsdaten von Schiffstranspondern aus, die in der Region zuletzt häufig deaktiviert werden. UKMTO berichtet unter Zuhilfenahme solcher automatischen Schiffsidentifizierungssysteme (AIS) und „dark-derived information“, also Informationen, die aus weiteren Erkenntnissen abgeleitet werden. Genaue Angaben macht die Behörde dazu nicht. Sie steht mit Schifffahrtsunternehmen in der Region in ständigem Kontakt, da sie auch über Angriffe und Notfälle berichtet.Iran-Konferenz in Istanbul wird offenbar verschobenDie auf deutsch-türkische Initiative geplante Konferenz über Lösungen für die im Iran-Krieg blockierte Straße von Hormus wird verschoben. Grund seien Terminschwierigkeiten eines Teilnehmers, hieß es aus deutschen Regierungskreisen in Berlin. Ein neuer Termin für das in der Türkei geplante Treffen steht demnach noch nicht fest.Ursprünglich wollten sich Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und seine Kollegen aus der Türkei, Frankreich und Großbritannien an diesem Sonntag in Istanbul mit den Außenministern von Saudi-Arabien, Pakistan und Ägypten treffen. Bei den Beratungen sollte es um regionale Fragen wie die Sicherheit und die Freiheit der Seeschifffahrt in der Straße von Hormus gehen. Todesdrohungen gegen Netanjahu aus iranischem SicherheitsratDer Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats hat Israels Regierungschef mit dem Tod bedroht. „Wir werden Benjamin Netanjahu, den Ministerpräsidenten des zionistischen Regimes, in die Hölle schicken“, sagte Mohsen Resai am Donnerstagabend in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehen. Resai wies außerdem Berichte zurück, wonach der Iran die Tötung von Barron Trump, einem der Söhne des US‑Präsidenten, geplant hätte. Netanjahu habe mit der Verbreitung falscher Nachrichten Donald Trump in Angst versetzen wollen. Tatsächlich hatte ein iranischer Staatssender vor wenigen Tagen ein Video mit dem Titel „Wo kann man Barron Trump töten?“ verbreitet.Iran: Diplomatie könnte wieder in Gang kommenDer Iran ist seinem Außenminister Abbas Araghtschi zufolge zur Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit den USA bereit. Dies sei nicht unmöglich, teilt er auf der Online-Plattform X mit. Es hänge aber davon ab, dass die Vereinigten Staaten verstünden, dass Druck nicht funktioniere. Er habe „kreative Gespräche“ mit dem Ministerpräsidenten und Außenminister von Katar, Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, geführt. Die Regierung in Washington solle Vertrauen aufbauen, respektvoll sprechen, die Rechte des Iran anerkennen und ihre Verpflichtungen einhalten.Iran: Arbeiten an Bedingungen für Wiederöffnung von Hormus-PassageDer Iran bereitet nach eigenen Angaben eine Liste von Bedingungen für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor. Zu den Forderungen gehöre ein Ende des regionalen Krieges, sagt der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates, Mohsen Rezai, in einem Interview des Fernsehsenders Al-Manar. Der Iran habe sich zudem mit dem Oman auf einen Schifffahrtskorridor geeinigt. Schiffe könnten eine zentrale Fahrrinne nutzen, falls die USA die Bedingungen erfüllten. Die Revolutionsgarden teilen mit, der Iran werde eine Wiederöffnung der Meerenge nicht erlauben, solange Washington nicht die Blockade iranischer Häfen aufhebe, Entschädigungen zahle und Sanktionen zurücknehme. Durch die Meerenge wurde vor Beginn des Krieges im Februar etwa ein Fünftel des weltweiten Öls und Flüssiggases transportiert.Iran: Berichte über Anschlagspläne auf Trump-Sohn sind falschBerichte über angebliche Pläne für ein Attentat auf den jüngsten Sohn von US-Präsident Donald Trump sind dem iranischen Sicherheitschef Mohsen Resai zufolge falsch. Diese Behauptungen seien eine Lüge, sagt Resai in einem Interview des libanesischen Fernsehsenders Al-Manar. Der US-Geheimdienst Secret Service hatte am Dienstag erklärt, ihm sei ein Video des staatlichen iranischen Fernsehens über ein mögliches Attentat auf Barron Trump bekannt.USA: Derzeit keine Verhandlungen mit dem IranZwischen den USA und dem Iran gibt es nach US-Angaben derzeit keine Verhandlungen. Es lägen jedoch weiterhin alle Optionen auf dem Tisch, sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, in einem Interview mit dem US-Sender Fox News.Chef von Trumps Friedensrat kritisiert IsraelDer Direktor des von US-Präsident Donald Trump geschaffenen Friedensrats, Nikolaj Mladenow, hat die Angriffe Israels im Gazastreifen kritisiert. „Nach drei Jahren Krieg und 20 Jahren Militäroperationen frage ich: Wird ein weiterer Angriff auf ein Munitionsdepot Hamas davon abhalten, sich erneut zu bewaffnen oder ihre Kontrolle über Gaza zu verschärfen?“, sagte Mladenow am Mittwoch (Ortszeit) im UN-Sicherheitsrat. „Das wird er nicht.“ Er verzögere lediglich die Entmilitarisierung des Gazastreifens.Zugleich warb Mladenow für die Umsetzung von Trumps 20-Punkte-Plan für den Gazastreifen. Die militant-islamistische Hamas habe dem zentralen Bestandteil des Vorschlags zugestimmt, ihre Waffen abzugeben und den Gazastreifen einer zivilen Regierung zu übergeben, sagte er. Doch Israels anhaltende Angriffe seit Beginn der Waffenruhe im Oktober vergangenen Jahres töteten weiterhin Palästinenser.Trumps Plan biete den Palästinensern eine Perspektive und ermögliche eine Zwei-Staaten-Lösung, sagte Mladenow. Doch es gebe eine Kluft zwischen dem Plan und den Geschehnissen vor Ort. Die Menschen in Gaza könnten nicht spüren, dass der Konflikt zu Ende gehe.Erneut Tanker in Straße von Hormus angegriffenIn der Straße von Hormus ist erneut ein Öltanker angegriffen worden. Er sei in der Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Anders als in den meisten bisherigen Fällen machte die Behörde zu dem Angriff am Dienstag zunächst keine genaueren Angaben zum Ort des Zwischenfalls. Damit blieb unklar, ob der Tanker vor der Küste des Omans oder näher an der iranischen Küste getroffen worden war.Die Besatzung sei in Sicherheit, hieß es weiter. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar. Zuletzt hatte die Behörde am Montag einen Angriff auf einen Tanker vor der omanischen Küste gemeldet.Trump: Kein Zeitplan für neue Gespräche mit dem IranUS-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben keine Eile, die Gespräche mit dem Iran wieder aufzunehmen. In einem Telefoninterview mit dem katarischen Sender Al Jazeera sagte Trump am Mittwoch, er glaube, dass die USA in dem Konflikt mit dem Iran, der sich der Marke von sechs Monaten nähert, „sehr deutlich gewinnen“. „Ich habe keinen Zeitplan. Es dauert, solange es dauert“, sagte Trump dem Sender.In einem weiteren Interview sagte Trump am Mittwoch, er gehe davon aus, dass Irans Oberster Führer, Ajatollah Modschtaba Chamenei, „sehr schwer verletzt“, aber nicht tot sei. Modschtaba Chamenei wurde zum Obersten Führer des Iran, nachdem sein Vater, Ajatollah Ali Chamenei, zu Beginn des Krieges getötet worden war. Der jüngere Chamenei ist seitdem nicht mehr öffentlich aufgetreten.Brief an UN: Iran bezeichnet US-Sanktionen als WirtschaftsterrorismusDer Iran hat die angedrohten jüngsten US-Sanktionen in einem Brief an die Vereinten Nationen als einen Akt staatlichen und wirtschaftlichen Terrorismus verurteilt. Außenminister Abbas Araghtschi schrieb in dem auf der Plattform Telegram und in Staatsmedien veröffentlichten Brief, die USA versuchten, die „rechtmäßigen Wirtschaftsbeziehungen des Irans mit anderen Staaten zu beenden“, nachdem sie ihre Ziele durch Krieg nicht hätten erreichen können. Der Brief richtet sich an UN-Generalsekretär António Guterres, den UN-Sicherheitsrat und die UN-Mitgliedstaaten. Die USA haben angekündigt, den Iran durch neue Sanktionen, die auch gegen Teherans Handelspartner gerichtet sind, wirtschaftlich isolieren zu wollen. US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag (Ortszeit) gesagt, wer Handel mit dem Iran betreibe, werde die volle Wucht der US-Macht spüren. Ziel sei es, den Iran von allen Einnahmequellen abzuschneiden. Auf die Frage, ob dies auch auf China zutreffe, das als Hauptabnehmer iranischen Öls gilt, sagte Bessent nur, niemand solle Washingtons Entschlossenheit auf die Probe stellen. Katars Ministerpräsident reist zu Gesprächen nach TeheranDer katarische Ministerpräsident Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani reist am Donnerstag nach Teheran. Dort trifft er mit mehreren iranischen Vertretern zusammen, um über Möglichkeiten zum Abbau der Spannungen zu beraten, teilt ein Sprecher des katarischen Außenministeriums auf der Kurznachrichtenplattform X mit.Iran will keine Kriegsschiffe durch Straße von Hormus lassenDer Iran will Kriegsschiffen im Zuge einer geplanten Vereinbarung mit dem Oman die Durchfahrt durch die Straße von Hormus verwehren. Beide Länder hätten sich auf eine neues Regelwerk für den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Meerenge verständigt, sagte der stellvertretende iranische Außenminister Kasem Gharibabadi im Staatsfernsehen. „Wenn die Verständigung verbindlich wird, darf kein Kriegsschiff die Straße von Hormus passieren“, sagte er. „Kein einziges Kriegsschiff.“Für Handelsschiffe beschrieb Gharibabadi eine neue Route. Schiffe aus dem Golf von Oman sollen demnach auf dem Weg in den Persischen Golf vollständig durch iranische Gewässer fahren. In der Gegenrichtung soll die Route teilweise durch iranische und teilweise durch omanische Hoheitsgewässer verlaufen. HB Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. 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