Dies ist ein Open-Source-Beitrag. Die Berliner Zeitung gibt allen Interessierten die Möglichkeit, Texte mit inhaltlicher Relevanz und professionellen Qualitätsstandards anzubieten.
Der jetzt offengelegte und bis einschließlich 25. September einsehbare B-Plan-Entwurf 11-178 zeigt unmissverständlich, wohin die Reise gehen soll: Aus der Trabrennbahn Karlshorst soll ein Bauquartier mit etwa 700 Wohnungen, Gewerbe, neuen Straßen, Sportflächen und Veranstaltungsnutzungen werden. Pferdesport, Reittherapie, Natur und Denkmal bleiben zwar auf dem Papier erhalten, künftig aber eingeengt zwischen Wohnhäusern, Verkehrsflächen und neuen Nutzungskonflikten.
Das ist kein bloßer Plan zur Sicherung der Trabrennbahn. Er bedeutet die tiefgreifende Umgestaltung eines der letzten großen zusammenhängenden Freiräume in Karlshorst. Auf rund 41 Hektar soll ein Ort, der bislang Pferdesportanlage, Denkmalensemble, Therapiezentrum, Veranstaltungsfläche, Biotopverbund und Übergang zur Wuhlheide zugleich ist, zu einem dicht genutzten Stadtquartier werden.
Der Entwurf ermöglicht je nach Variante etwa 656 bis 736 Wohnungen. Hinzu kommen Gewerbe, Dienstleistungen, Gastronomie, neue Verkehrsflächen, Sportanlagen, Stellplätze und weitreichende Veranstaltungsoptionen. Das ist keine vorsichtige Ergänzung des Bestands. Wohnungsbau und bauliche Nutzung sollen künftig den Rahmen setzen, in dem Pferdesport, Natur und Erholung noch Platz finden müssen.








