Die Bewegung ist routiniert. Jens Reule Dantas schiebt eine schwere Metalltür auf. „Willkommen in der Musikbrauerei“, sagt er und lädt ein. Im Jahr 1997 entdeckte er die Ruine der alten Schneider-Brauerei in der Greifswalder Straße 23a in Prenzlauer Berg. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt er.Heute führt ihn sein Weg durch die roten Ziegel des denkmalgeschützten Komplexes. Er erzählt von Gentrifizierung, jahrelangen Auseinandersetzungen mit Investoren und Behörden und davon, wie viel Geld und Lebenszeit ihn der Erhalt des Ortes gekostet hat. Auch die Berliner Clubcommission habe ihn einst unterstützt.Fast 19 Jahre war die Musikbrauerei Mitglied des Interessenverbands. Nach einem jahrelangen Streit kam der Bruch. Am 13. August erhielt Reule Dantas’ Anwalt ein Schreiben der Clubcommission, in dem der Ausschluss seines Mandanten mitgeteilt wurde. Die Entscheidung war demnach bereits am 21. April gefallen – einstimmig durch alle neun Vorstandsmitglieder. Der Vorwurf: Reule Dantas habe seine Räume wiederholt Veranstaltungen zur Verfügung gestellt, die Verbindungen zur rechtsextremen und verschwörungsideologischen Szene aufweisen. Wie kam es dazu?

Eingang zum Tonstudio Ufo Sound Systems in den Räumen der Musikbrauerei in Prenzlauer Berg