Ein Forschungsteam um den Physiker Marius Millot am Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) im US-Bundesstaat Kalifornien hat das Schmelzverhalten von Kohlenstoff unter bisher unerreichten physikalischen Bedingungen untersucht. Die Ergebnisse dieser langjährigen Arbeit sind nun im Wissenschaftsmagazin Nature Physics veröffentlicht worden.Anzeige
Schmelzpunkt von Diamant experimentell bestätigt
Für die komplexe Untersuchung nutzten die Wissenschaftler:innen die Omega Laser Facility an der Universität Rochester, um die äußere Schicht einer winzigen Diamantprobe durch energiereichen Laserbeschuss zu verdampfen. Die daraus resultierende Schockwelle komprimierte den verbleibenden Diamanten auf einen Druck von einem Terapascal, was in etwa dem Dreifachen des Drucks im Erdkern entspricht.
Gleichzeitig stieg die Temperatur des untersuchten Materials für den Bruchteil einer Nanosekunde auf rund 7.000 Grad Celsius an, was die Hitze der gut 5.500 Grad Celsius heißen Sonnenoberfläche sogar noch deutlich übertrifft. Die während dieses engen Zeitfensters durchgeführten Messungen mittels Röntgenbeugung belegen, dass der jetzt gemessene Schmelzpunkt exakt mit den Vorhersagen moderner quantenmechanischer Computermodelle übereinstimmt.Anzeige







