Mauro Lustrinelli sollte recht behalten. Der neue Trainer vom 1. FC Union Berlin hatte vor seinem ersten Bundesligaspiel eine wilde Partie angekündigt, bei der Torchancen keine Seltenheit sein sollten. „Das wird für die Zuschauer sehr lustig“, hatte er auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gesagt. Und er hielt Wort. Mit dem 3:3 (1:2) im Auftaktspiel der Unioner gegen Eintracht Frankfurt ist das Spektakel ins Stadion An der Alten Försterei zurückgekehrt. Und der Trainer trägt dafür die Verantwortung.

Tore statt Beton

Lustrinelli ist das genaue Gegenteil von vielen seiner Vorgänger. Auch sie waren oft mit Ideen gestartet, die Taktik, die Spielweise der Köpenicker umzustellen. Doch am Ende war es doch meist die Kombination aus einer Fünferkette mit zwei Sechsern davor, die alles daran setzte, möglichst kein Gegentor zu bekommen. Nach vorne rutschte höchstens mal ein langer Ball durch, der den Eisernen ein Törchen erlaubte. Und sicher, auch daran kann man Freude haben. Es ist auch als Fan kein gutes Gefühl, ein Gegentor zu bekommen. Trotzdem hätte sich am Sonnabend wohl kaum jemand gefunden, der lieber 0:0 gespielt hätte als 3:3.

Tim Skarke bejubelt den Ausgleich für den 1. FC Union Berlin.