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AOL | WiWo History: Der Erfolg des Internets wurde AOL zum Verhängnis America Online hat Millionen Deutschen das Internet nähergebracht. Vom digitalen Vollversorger sind heute noch ein E-Mail-Dienst und ein Nachrichtenportal übrig.

Millionen AOL-CDs wurden an Haushalte verschickt oder lagen Zeitschriften bei. Foto: Picture-Alliance/CaroDas Rauschen und Piepen eines Modems ertönte in den 1990er-Jahren in vielen Haushalten. Der Weg ins Internet war umständlich und dauerte lange. Wer es möglichst einfach haben wollte, nutzte den Dienst von America Online – kurz: AOL.Das Unternehmen aus den Vereinigten Staaten bot Kunden ein Komplettpaket aus Einwahlsoftware, E-Mail-Programm („Sie haben Post!“), Chaträumen und Nachrichtenseiten. Im Jahr 2002 wählten sich weltweit 34 Millionen Menschen mit AOL ins Internet ein.Bertelsmann half beim Deutschland-StartZuvor war die Bekanntheit des Onlinedienstleisters durch mehrere Werbeaktionen gestiegen. Kult­status erreichte ein Fernsehspot mit Boris Becker („Bin ich schon drin?“), in dem sich der Tennisstar innerhalb von Sekunden ins Internet einwählte. Zudem kaufte das Unternehmen die Namensrechte des Stadions des Fußballbundesligisten Hamburger SV, das für mehrere Jahre AOL-Arena hieß.Boris Becker war Werbepartner von AOL und brachte den Deutschen den Zugang zum Internet näher. Foto: Imago ImagesLegendär waren auch die millionenfach verschickten Installations-CDs, die in Zeitschriften und an Ladenkassen lagen oder unaufgefordert an Millionen deutsche Haushalte verschickt wurden. AOL garantierte den Nutzern 50 oder sogar mehr Freistunden im Internet – zu Zeiten, als ­eine Stunde im Web mehrere D-Mark kostete.2000 fusionierte AOL mit Time Warner. Experten lobten den Schritt als „geniale Fusion“ – die jedoch zwei Jahre später mit einem Minus von 100 Milliarden Dollar den höchsten Verlust in der Geschichte des Medienkonzerns bedeutete. Ausgerechnet der rasante Erfolg des Internets brachte AOL Time Warner, wie das Unternehmen nun hieß, in noch tiefere Schwierigkeiten.Der Zugang zum Netz wurde einfacher und durch Flatrates immer günstiger. Anbieter wie AOL verloren an Relevanz. Das Unternehmen suchte neue Einnahmequellen, kaufte zwischenzeitlich Onlinemedien wie die Huffington Post und investierte in US-Lokal­zeitungen. Erfolgreich war die neue Strategie nicht.Was von AOL übrig bleibt Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick