Heute in einer Woche wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt (mehr hier ). Und die Umfragen sagen der AfD ein starkes Ergebnis voraus. Das mag manche erschrecken, für Altbundeskanzlerin Angela Merkel ist es aber auch ein Aufruf, sich für die Demokratie einzusetzen.

»Ich glaube, wir müssen jetzt mal wieder, was wir viele Jahrzehnte nicht mussten, richtig für diese Demokratie kämpfen und uns einfach einsetzen und auch ein bisschen mutig sein (…) und sagen, das ist eine tolle Art zu leben«, sagte die CDU-Politikerin bei einer Veranstaltung in Berlin.Dabei betonte sie, dass die Mehrheit der Menschen nicht die AfD wähle. Es stimme, dass die AfD sehr stark in den neuen Bundesländern sei. Aber auch in den alten Bundesländern sei sie stärker geworden. »Sie ist ein gesamtdeutsches Phänomen geworden«, sagte Merkel bei den Berliner Festspielen. So habe die Partei etwa auch bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz Zuwächse gehabt.

Mit Blick auf den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt sagte Merkel, dass die AfD es zum Teil geschafft habe, »alle unsere Gespräche von morgens bis abends zu bestimmen«. Man wisse nicht mehr, was die anderen Parteien eigentlich wollten.Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Die AfD liegt in Umfragen zur Landtagswahl deutlich vorn. Zugleich gibt es seit Wochen Debatten über Inhalte und Umsetzbarkeit ihres Wahlprogramms.