PfadnavigationHomePolitikDeutschlandEhemalige KanzlerinDie AfD schaffe es, „alle unsere Gespräche zu bestimmen“, sagt Angela MerkelStand: 22:12 UhrLesedauer: 2 MinutenAngela Merkel spricht mit Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, im Haus der Berliner FestspieleQuelle: Annette Riedl/dpaAngela Merkel ruft eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt dazu auf, sich für die Demokratie einzusetzen. Zugleich spricht sie über die wachsende Stärke der AfD und deren Einfluss auf die politische Debatte.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenEine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat Altbundeskanzlerin Angela Merkel dazu aufgerufen, sich für die Demokratie einzusetzen. „Ich glaube, wir müssen jetzt mal wieder, was wir viele Jahrzehnte nicht mussten, richtig für diese Demokratie kämpfen und uns einfach einsetzen und auch ein bisschen mutig sein und unser Wort stehen und sagen, das ist eine tolle Art zu leben“, sagte die CDU-Politikerin bei einer Veranstaltung in Berlin.Dabei betonte sie, dass die Mehrheit der Menschen nicht die AfD wähle. Es stimme, dass die AfD sehr stark in den neuen Bundesländern sei. Aber auch in den alten Bundesländern sei sie stärker geworden. „Sie ist ein gesamtdeutsches Phänomen geworden“, sagte Merkel. So habe die Partei etwa auch bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz Zuwächse gehabt.Mit Blick auf den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt sagte Merkel, dass die AfD es zum Teil geschafft habe, „alle unsere Gespräche von morgens bis abends zu bestimmen“. Man wisse nicht mehr, was die anderen Parteien eigentlich wollten. Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Die AfD liegt in Umfragen zur Landtagswahl deutlich vorn.Veranstaltung zum Jubiläum der Berliner FestspieleDie Berliner Festspiele feiern an diesem Wochenende ihr 75. Jubiläum. Ein Höhepunkt ist dabei die Reihe „Reflexe und Reflexionen“, bei der am Samstagabend Angela Merkel im Haus der Berliner Festspiele sprach. Zuvor eröffnete bereits am Freitag der mit dem Grammy ausgezeichnete Kammerchor aus Helsinki das mehrwöchige Musikfest Berlin in der Philharmonie.„Mit unserem Jubiläumsprogramm knüpfen wir an die interdisziplinäre Tradition unseres Hauses an und bringen internationale Künstler und Künstlerinnen zusammen“, sagte Matthias Pees, Intendant der Festspiele. Die Berliner Festspiele entwickelten sich aus den 1951 gestarteten Berliner Festwochen. Seit 2002 sind die Berliner Festspiele eine Kulturinstitution der Bundesrepublik Deutschland.dpa/nw