Brände im Hohen Venn, Starkregen in Wacken: Der Klimawandel wirkt sich auf Musikfestivals aus. Vor allem kleinere Veranstalter sind wirtschaftlich bedroht.

Wo das Meakusma-Festival einst Soundwalks im Wald anbot, wächst heute kein Gras mehr: Waldbrand im Hohen Venn

Christoph Reichwein/dpa

Im Herbst 2019 wurde das Album „The Memory Room“ bei dem kleinen belgischen Indie-Label Meakusma veröffentlicht. Musik ist in den etwas mehr als 45 Minuten aber kaum zu hören. Stattdessen bläst der Wind, es zwitschern Vögel und Wasser tropft. Es handelt sich um Naturaufnahmen. Entstanden sind sie während eines Workshops, der der Klangwelt des Naturschutzgebiets Hohes Venn an der belgisch-deutschen Grenze gewidmet war.

Nun hat der Albumtitel eine ganz neue Bedeutung erhalten: Denn das auf dem Album dokumentierte Klangpanorama der Natur gibt es so nicht mehr. Mitte August brannten mindestens 3.200 Hektar der Wälder und Moore im Hohen Venn ab. Ihre Regeneration könnte Jahrzehnte dauern.