Eine Satellitenaufnahme vom 14. August zeigt laut Nasa das schneebedeckte Chajnantor-Plateau im Norden des Landes. Auf dem Plateau befindet sich ein großes Radioteleskop namens Alma. Das Teleskop habe seinen Betrieb wegen des Schnees und starker Winde vorübergehend einstellen müssen.Abgeschnittenes TiefdruckgebietIn einem Bild vom 19. August ist zu sehen, wie sich die schneebedeckte Fläche nach einem zweiten Sturm westlich der Anden weiter ausgedehnt hat. Sie reicht fast bis an die pazifische Küste heran.
Ursache für die starken Niederschläge sei ein sogenanntes abgeschnittenes Tiefdruckgebiet, schreibt die Nasa. Es habe sich vom Jetstream gelöst, einem atmosphärischen Starkwindband, und sei bis nach Nordchile gezogen. Dort habe die Luft über der Küste weitere Feuchtigkeit aufgenommen.Der Niederschlag habe ein Ausmaß erreicht, das »in dieser ansonsten extrem trockenen Region selten zu beobachten ist«, sagt der Atmosphärenforscher René Garreaud von der Universidad de Chile in der Nasa-Meldung.Die Schneemassen sind laut Garreaud vermutlich auch eine Folge des globalen Wetterphänomens El Niño. Dieses sorgt unter anderem dafür, dass sich subtropische, pazifische Hochdruckgebiete abschwächen. In diesem Jahr ist das Wetterphänomen besonders stark. Fachleute sprechen bereits von einem Super-El-Niño.








