Der Abstand wird immer größer: In einer neuen Umfrage erreicht die AfD neun Prozentpunkte Vorsprung auf die Union von Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz. CDU/CSU verlieren im „Sonntagstrend“ des Instituts Insa für die „Bild“ weiter und fallen auf 20 Prozent. Die von Alice Weidel und Tino Chrupalla geführten Ultrarechten bleiben unverändert bei 29 Prozent. „Das ist der höchste je gemessene Vorsprung der AfD vor der Union“, sagte Insa-Chef Hermann Binkert der Zeitung.Die AfD hatte die Union im März in der Wählergunst überholt und erreicht in der Insa-Umfrage seit einigen Monaten Werte zwischen 28 und 29 Prozent. CDU und CSU waren vor zwei Wochen erstmals seit Herbst 2021 auf 20 Prozent abgerutscht. Die nächste Bundestagswahl steht planmäßig im Frühjahr 2029 an.Für die CDU dürften es schwere Wochen werden: Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt der neue Landtag gewählt. Dort liegt die AfD deutlich vorn, hofft sogar auf die absolute Mehrheit, um ihren Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. Zwei Wochen später wählen die Bürgerinnen und Bürger in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Auch dort dürfen die Ultrarechten auf gute Ergebnisse hoffen. Auch das BSW wäre weiterhin nicht im Bundestag Auch für die FDP sind die neuen Werte des „Sonntagtrend“ nicht erfreulich. Der Ende Mai zum Parteichef gewählte Wolfgang Kubicki verschafft den Liberalen nicht den erhofften Rückenwind. Sie verlieren einen Punkt auf vier Prozent und wären damit weiter nicht im Bundestag vertreten. Das BSW legt zwar zu, würde mit ebenfalls vier Prozent den Sprung ins Parlament aber auch nicht schaffen.Die Grünen kämen der Umfrage zufolge unverändert auf 13 Prozent. Für die SPD würden sich weiterhin 12 Prozent der Wähler entscheiden, für die Linke 10 Prozent (-1 Punkt). Sonstige Parteien würden von 8 Prozent gewählt (+2).Eine Mehrheitsbildung wird dadurch immer schwieriger. 16 Prozent der Wählerstimmen entfallen auf Parteien unter der Fünf-Prozent-Hürde, deshalb reichen gut 43 Prozent für eine parlamentarische Mehrheit. Die würde aber selbst eine Kenia-Koalition aus CDU/CSU, Grünen und SPD mit 45 Prozent nur knapp erreichen.Schwarz-Rot kommt zusammen nur noch auf 32 Prozent. Schwarz-Rot kommt zusammen nur noch auf 32 Prozent. Ein Bündnis aus Grünen, SPD und Linkspartei käme zusammen auf 35 Prozent.Insa befragte vom 24. bis zum 28. August 1200 Menschen, als statistische Fehlertoleranz werden +/- 2,9 Prozentpunkte angegeben. Die Daten sind nach Angaben des Instituts repräsentativ.Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang. (lem)
„Höchster je gemessener Vorsprung“: AfD liegt in neuer Umfrage neun Punkte vor der Union
CDU/CSU mit Kanzler Merz fallen in einer Erhebung wieder auf 20 Prozent zurück. Die Rechten mit Weidel und Chrupalla setzen sich so weiter ab. Auch für die FDP gibt es schlechte Nachrichten.






