Unerwartete Torflut : 22 Treffer in drei Spielen: Zweitligisten bieten spektakulären Samstag29.08.2026, 15:23Lesezeit: 2 Min.5:2, 2:5 und 3:4 – das ist kein falsch notiertes Tennisergebnis, sondern der Ausgang der Zweitligapartien am Samstagnachmittag. Wolfsburg, Fürth und Heidenheim drehten dabei allesamt Rückstände.Die Fußballer des VfL Wolfsburg kommen in der 2. Bundesliga immer besser in Fahrt. Angeführt vom Doppeltorschützen Fabian Reese feierte der Erstligaabsteiger mit dem 5:2 (3:2) im Topspiel beim Karlsruher SC den zweiten Sieg hintereinander. Mit nun sieben Punkten bleiben die Wölfe Spitzenreiter Hertha BSC auf den Fersen.Der KSC begann stark und legte durch Shio Fukuda (7.) und Marvin Wanitzek (12.) gleich zweimal vor. Doch der VfL ließ sich in einer flotten Partie nicht beirren und kam dank Reese zweimal zurück. Den Kopfballtreffer von Alexander Bernhardsson (10.) bereitete der Neuzugang vor, dann traf er mit einem Schuss aus rund 25 Metern selbst (28.). Vinicius Souza (45.+2) sorgte mit dem Treffer zum 3:2 für den Schlusspunkt einer fulminanten ersten Halbzeit. VfL-Kapitän Hauke Wahl nach einem Reese-Eckball (88.) und Reese selbst per Abstauber (90.+5) entschieden das Spiel in der Schlussphase.Vor 28.143 Fans im Karlsruher Wildpark lieferten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe. Nach unterhaltsamen ersten 45 Minuten verflachte das Niveau in der zweiten Hälfte etwas. Ausschlaggebend für den VfL-Sieg war auch KSC-Torhüter Hans Christian Bernat, der sowohl bei Reeses erste Treffer als auch beim Fernschuss von Vini Souza aus fast 30 Metern nicht gut aussah.Greuther Fürth freut sich über ersten ErfolgDie Spielvereinigung Greuther Fürth sicherte sich derweil ihren ersten Sieg in der neuen Saison. Beim 4:3 (1:1) bei Energie Cottbus sorgten ein Doppelschlag durch Felix Klaus (45.+3/Foulelfmeter) und ein Eigentor von Fousseny Doumbia (46.) für die Wende. Ole Pohlmann (71.) und erneut Klaus zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit stellten den Sieg sicher.Vor 13.171 Zuschauern hatte Lucas Copado die Gastgeber bereits nach sechs Minuten in Führung gebracht. Der zur Halbzeit eingewechselte Tolcay Cigerci konnte noch einmal zum 2:2 ausgleichen (70.), doch im Gegenzug brachte Pohlmann die Gäste wieder in Führung.Der überragende Klaus mit seinem insgesamt fünften Saisontreffer sorgte dann für die Entscheidung. Der Anschlusstreffer durch den von Union Berlin ausgeliehenen Dmytro Bogdanov (90.+4) kam zu spät.FCH gelingt BefreiungsschlagAuch dem 1. FC Heidenheim gelang nach zwei Pflichtspielniederlagen wieder ein Sieg. In einem ereignisreichen Duell hieß es gegen Dynamo Dresden vor heimischem Publikum 5:3 (0:1). Die Gäste gingen zweimal in Führung – sogar in Unterzahl. Nach einem kuriosen Eigentor der Dresdner drehten die Heidenheimer die Partie aber noch.Vincent Vermeij brachte Dynamo in der 30. Minute in Führung. Thomas Dähne, der im Heidenheimer Tor den Vorzug vor Frank Feller erhalten hatte, kam an den Kopfball des Niederländers nicht mehr heran. Nach der Pause steigerte sich der Bundesliga-Absteiger und glich durch Jan Schöppner aus (67.).Dann wurde es wild: Dresdens Thomas Keller (69.) sah für ein Foul Gelb-Rot, nur kurz später stellte Robert Wagner auf 2:1 für die Sachsen (73.). Heidenheim schlug in Überzahl aber zurück. Friedrich Müller bugsierte den Ball im hohen Bogen ins eigene Tor (77.). In der Schlussphase trafen Oualid Mhamdi (87.), Julian Niehues (89.) und Maximilian Breunig (90.+1) innerhalb weniger Minuten für den FCH. Dann setzte Dresdens Jonas Sterner (90.+7) den Schlusspunkt.Die Heidenheimer hatten zuletzt mit 1:4 bei Hertha BSC und dann in der ersten DFB-Pokalrunde mit 2:5 beim Viertligaklub SSV Jeddeloh II verloren. Gegen Dresden zeigte das Team von Trainer Frank Schmidt nun aber Moral.