Zum Schluss, ganz zum Schluss lässt sich Ralf Hütter dann doch noch zu einer Geste hinreißen. Hütter, Mitgründer und Kopf der Gruppe Kraftwerk, Weltpopstar und strikt anmutender Künstlermensch, hat eben das Konzert beendet, vermutlich mit einem beschwingten Touchscreen-Druck. „Musique Non Stop“ hieß das letzte Stück. Die Musik hört nie auf, bei Kraftwerk ist das ja keine Disco-Wellness-Phrase, sondern eine echte ästhetische Maxime: die endlose Bewegung, die sich drehenden Räder, die sich in der Luft fortpflanzenden Radiowellen. Der Beat als Perpetuum mobile, das durch Zeit und Raum hindurchbumpert.
„Kraftwerk“-Konzert in Dessau: Eine Liebesbekundung ans Bauhaus
In Zeiten, in denen die große Designschule sich unter Beschuss der AfD befindet, treten „Kraftwerk“ am Bauhaus in Dessau auf. Die Gruppe begeistert die Menschen – und weicht am Ende minimal vom Protokoll ab.






