Stand: 29.08.2026 • 13:02 Uhr

In einer Spandauer Unterkunft für geflüchteten Menschen hat es am Samstagmorgen gebrannt. Mehrere hundert Menschen mussten das Gebäude verlassen, die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Nun ermittelt die Polizei wegen schwerer Brandstiftung.

In einer Unterkunft für geflüchtete Menschen in Berlin-Spandau hat es am frühen Morgen gebrannt. Die Polizei ermittelt dazu inzwischen wegen schwerer Brandstiftung, wie ein Sprecher dem rbb sagte. Wie die Feuerwehr dem rbb sagte, wurden vier Menschen durch das Rauchgas verletzt, drei von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht. Mehrere hundert Menschen brachten sich eigenständig in Sicherheit. Das Hotelgebäude ist laut Feuerwehr für knapp 1.200 Menschen ausgelegt.

Feuer im 4. Stock

Das Feuer ist inzwischen gelöscht. Die Löscharbeiten dauerten rund zwei Stunden. Den Angaben zufolge waren Einrichtungsgegenstände im 4. Stock des sechsgeschossigen Gebäudes in Brand geraten, der Rauch zog bis in die letzte Etage. Laut Angaben der Polizei ist dort eine Matratze in Flammen aufgegangen. Die betroffene Etage ist vorerst nicht mehr bewohnbar. "Besonders herausfordernd war für uns die hohe Anzahl an betroffenen Menschen und die teilweise vorhandene Sprachbarriere", teilte die Feuerwehr mit. Etwa 50 Menschen müssen nun woanders untergebracht werden. Darum kümmert sich laut Feuerwehr das Bezirksamt. Mehr als 70 Feuerwehrleute waren im Einsatz.