Wenige Stunden nach dem nächtlichen Großeinsatz ist an der Flüchtlingsunterkunft in der Spandauer Straße Freiheit kaum noch etwas von dem Brand zu erkennen. Von außen sind keine Schäden sichtbar. Bewohner gehen ein und aus, wirken gut gelaunt, Kinder spielen, an zahlreichen Zimmern stehen die Fenster offen.
In der Nacht zu Samstag hat die Situation noch anders ausgesehen. Gegen 3.43 Uhr löste die Brandmeldeanlage aus. Im Flur des vierten Obergeschosses brannten Einrichtungsgegenstände und Unrat, Rauch breitete sich über Flure, Treppenräume und Zimmer aus. Mehrere Hundert Bewohner brachten sich nach Angaben der Berliner Feuerwehr selbstständig ins Freie. Vier Menschen wurden durch Rauch verletzt, drei von ihnen kamen ins Krankenhaus. Die Feuerwehr war mit 74 Einsatzkräften und 26 Fahrzeugen vor Ort.
Der betroffene Bereich im vierten Obergeschoss ist vorerst nicht bewohnbar. Rund 50 bis 60 Menschen müssen deshalb anderweitig untergebracht werden. Die Brandursache ist bislang ungeklärt.
Kinder spielen, Familien sitzen beieinander. Alles scheint entspannt trotz Brand in der Nacht.
© Jana Hermann/Berliner Zeitung











