Europa geht rauen Zeiten entgegen. Die Bedrohung durch destabilisierende Migrationswellen aus dem Süden und Südosten hält an. Der militärische Schutzschirm der USA wird löchrig. Auch unter den Nachfolgern von Donald Trump wird unklar bleiben, in welchem Umfang die Amerikaner die europäische Sicherheit noch garantieren.
Hinzu kommt: Entlang der Achse Moskau-Peking-Teheran wächst der Wille, den als hegemonial wahrgenommenen Geltungsanspruch der westlich geprägten Weltordnung zurückzuweisen. Und in Europa macht der Kreml mit seinem Krieg in der Ukraine deutlich, dass er den Verlust historischer Einflussgebiete nicht kampflos akzeptiert.
Das sind die Rahmenbedingungen der sogenannten Zeitenwende. Dass die Herausforderungen, auch die Gefahren, deutlich komplexer und vielschichtiger sind als zu Zeiten des Kalten Kriegs, stellt niemand mehr in Abrede. Die neuen Dimensionen der Kriegsführung, Hybridität, Cyber-, Drohnen- und Informationskrieg, lassen die Grenze zwischen Krieg und Frieden verschwimmen.
Auch die Grenze zwischen Freund und Feind. Grauzonen entstehen, das Misstrauen wächst. Wer sind die fünften Kolonnen? Wer destabilisiert wen und durch wen? Was ist Information, was Desinformation?






