Spektakuläre Landschaften, gigantische Gletscher, heiße Quellen, eine reiche arktische Tierwelt und magische Polarlichter. Island ist ein wahrer Sehnsuchtsort mitten im stürmischen Nordatlantik. Vor rund 15 Millionen Jahren entstand die Insel durch massive Vulkanausbrüche.

Wie explosiv die Insel noch heute ist, erfuhr Europa spätestens 2010, als ein isländischer Vulkan mit dem unaussprechlichen Namen Eyjafjallajökull vorübergehend den europäischen Flugverkehr lahmlegte. Island liegt über einer Magmakammer an der Nahtstelle zwischen der eurasischen und der nordamerikanischen Kontinentalplatte. Seither ist die Insel eine Brücke zwischen den Kontinenten: für abenteuerlustige Wikinger genauso wie für Touristen und finanzpolitische Akteure.

Europastimmung im Nordatlantik

Island ist heute bereits eng mit der EU verbunden, ohne selbst Mitglied zu sein. Das Land ist Teil des europäischen Binnenmarkts, des Schengenraums und des akademischen Austauschprogramms Erasmus. Außerdem nimmt Island, wie seit 2016 jeder Fußballfan weiß, als Uefa-Mitglied an Europameisterschaften teil.

Einen ersten Anlauf für einen EU-Beitritt folgte nach der Banken- und Finanzkrise 2009. Island stellte damals einen Beitrittsantrag, 2010 begannen die Verhandlungen. Nun ist die EU-Frage wieder auf der politischen Agenda der sozialliberalen Regierungskoalition unter Premierministerin Kristrún Frostadóttir.