Nachrichten, präsentiert von ChatGPT & Co., beeinflussen die öffentliche Meinungsbildung. Expert*innen warnen und fordern mehr Transparenz.
Was passiert, wenn Menschen nicht mehr nach aktuellen Nachrichten googeln, sich nicht durch Artikel klicken und keine unterschiedlichen Perspektiven einholen, sondern nur ihre mit künstlicher Intelligenz (KI) ausgestatteten Chatbots fragen? Eine Studie legt nahe, dass die Antwortenauswahl eindimensional wird und KI-Systeme zu den neuen Gatekeepern der öffentlichen Meinungsbildung werden.
Die KI filtert praktisch, welche Nachrichten sichtbar werden. Einst wurde diese Rolle Journalist*innen zugesprochen, schien durch Social Media überflüssig und blüht heute wieder durch die Nutzung von ChatGPT, Claude, Gemini und Co. auf. Das Problem: KI-Systeme sind kaum reguliert, die Quellenauswahl ist intransparent und die Unternehmen weisen regelmäßig Verantwortung von sich.
„Vor allem Google AI Overview wird immer präsenter, während dem Journalismus das Geschäftsmodell verloren geht, da Menschen nicht mehr auf die Originalquelle klicken“, erklärt Dr. Vivien Benert vom Thinktank Agora Digitale Transformation gegenüber der taz. Das Unternehmen beschäftigt sich mit digitalen Entwicklungen und Demokratie. Weniger Klicks bedeutet für Medien weniger Menschen, die ein potenzielles Abo abschließen oder auf der Seite die Werbung sehen, die zur Finanzierung beiträgt.







