Der chinesische Elektroautobauer BYD hat dank eines florierenden Exportgeschäfts erstmals seit über einem Jahr wieder einen Gewinnanstieg in einem Quartal verzeichnet. Allerdings verfehlte der Konzern die Erwartungen der Experten.Der Überschuss sei im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 29,8 Prozent auf 8,2 Milliarden Yuan (umgerechnet rund eine Milliarde Euro) gestiegen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Analysten hatten mit einem Plus von durchschnittlich 48 Prozent gerechnet. Der Umsatz sank den Angaben zufolge um 3,2 Prozent auf 194,6 Milliarden Yuan (24,9 Milliarden Euro). Damit beendete der nach Absatz weltgrößte E-Autohersteller eine Durststrecke von vier Quartalen mit rückläufigen Ergebnissen in Folge.
Das starke Auslandsgeschäft glich die schwache Nachfrage auf dem Heimatmarkt aus. Die Exporte kletterten im ersten Halbjahr um 71 Prozent auf mehr als 790.000 Fahrzeuge und machten damit 44 Prozent des Gesamtabsatzes aus. Um die Abhängigkeit vom chinesischen Markt zu verringern, treibt BYD seine Expansion im Ausland voran und gewinnt dabei zunehmend Marktanteile in Europa und Südostasien. In China leidet die Branche unter einem harten Preiskampf und der Kaufzurückhaltung der Kunden.












