Eine stärkere Nachfrage in Europa hat dem chinesischen Autobauer BYD erstmals seit acht ​Monaten wieder zu einem Absatzplus verholfen. Das Unternehmen verkaufte im Mai ‌mit 383.453 Fahrzeugen 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Nachrichtenagentur Reuters auf Basis einer Pflichtmitteilung an die Börse berechnete.

Die Produktion des weltweit größten Herstellers von Elektroautos legte ​zugleich um 8,8 Prozent zu – das ist der erste Anstieg seit ⁠Juli ⁠2025. Grund für das Absatzplus ist vorwiegend ein stärkeres Exportgeschäft: Mit gut 160.000 Stück verkaufte BYD rund vier ‌Fünftel mehr Autos im Ausland als ​vor einem Jahr.BYD ‌profitiert wie andere chinesische Autobauer insbesondere von einer stärkeren Nachfrage in Europa, wo angesichts der hohen Spritpreise und staatlicher Förderprogramme der Absatz von Elektroautos zuletzt deutlich ‌zugelegt hat. Auf dem Heimatmarkt dauert unterdessen die Krise an, der Absatz brach um 24 Prozent ‌ein. Das ist der ​13. Rückgang ‌in Folge. Hier spürt BYD die Folgen des ‌Preiskriegs: Nachdem die staatlichen Förderungen gestrichen wurden, ist das Billigsegment unter Druck.