Europas ältester amtierender Monarch war seinem Land ein Anker in unruhigen Zeiten. Auch, als Skandale das Königshaus erschütterten.
Sie konnten ihn sich nicht aussuchen, und doch passte er zu ihnen wie bestellt. Er gab ihnen das verbindende Gefühl, für sie alle da zu sein, alles Menschliche zu verstehen und sich um alle zu kümmern. Jetzt ist König Harald im Alter von 89 Jahren gestorben, und Norwegen trauert.
Schon seit Tagen saßen die Menschen im Land sozusagen mit am Sterbebett. Sie erwarteten jede neue Information über den Gesundheitszustand des 89-jährigen, sie versammelten sich vor dem Schloss in Oslo, sie teilten ihre Gedanken, Erinnerungen und auch Botschaften an den Sterbenden mit Fernsehjournalisten und in sozialen Medien. Als wollten sie sicherstellen, dass er weiß, was er ihnen bedeutete. Er wird es schon lange gewusst haben.
Es war seine Stärke, die Menschen im Land mit seinen Worten zu erreichen und zu verbinden. Als ikonisch gilt etwa eine Rede von 2016, zum 25-jährigen Thronjubiläum. König Harald und Königin Sonja hatten 1500 Menschen aus allen Ecken des Landes zu einem Fest im Schlosspark eingeladen. „Was macht Norwegen aus?“, fragte der Gastgeber. Die geliebte Natur, sicher. Aber vor allem seien es die Menschen. Menschen aus so unterschiedlichen Regionen wie Nordlandet, Sørlandet und Trøndelag.










