PfadnavigationHomeRegionalesSachsen-AnhaltGrüne berichten von Desinformations-KampagneStand: 16:09 UhrLesedauer: 2 MinutenSziborra-Seidlitz will nicht mit den Streamern sprechen. Quelle: Heiko Rebsch/dpaGefälschte Websites, wilde Geschichten, penetrante Streamer – Susan Sziborra-Seidlitz berichtet davon, wie sie mit Desinformation und rechten Streamern im Wahlkampf konfrontiert wird.Die grüne Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Susan Sziborra-Seidlitz, hat von Desinformationskampagnen und Belästigung durch rechte Streamer berichtet. Vor zwei Wochen ungefähr seien die ersten Kandidatinnen und Kandidaten auf der Landesliste betroffen gewesen von einer Desinformationskampagne, sagte sie auf einer Wahlkampfveranstaltung in Magdeburg. «Das ist dieser Klassiker. Da basteln die dann irgendwelche Websites, die so aussehen, als wären sie von seriösen Medien.» Darin stünden wilde Geschichten über die Kandidaten. «Und das hat nicht nur uns betroffen, sondern auch Kandidierende von anderen Parteien. Auch der Ministerpräsident war davon betroffen.»Die Grünen hätten das angezeigt. «Wir sind darüber im Gespräch mit dem Landeskriminalamt, aber dieser Desinformation kann man im Grunde im Moment nur entgegentreten, indem man immer wieder darüber spricht, dass es die gibt.» Für Sziborra-Seidlitz gibt es ein erkennbares Interesse Russlands an einer Destabilisierung in Sachsen-Anhalt. «Das ist eine Form von hybrider Kriegsführung.»Rechtsextreme Streamer halten Mikros hinUnd weitere Störmanöver gebe es: «Wir werden seit einer Woche ungefähr auch von einer Flottille rechtsextremer Streamer:innen verfolgt und die halten einem dann Mikros hin und egal ob man antwortet oder nicht und auch egal, was man antwortet, dann landet man halt mit einem entsprechenden Framing auf den rechtsextremen Streaming-Websites, bei YouTube oder was auch immer.» Sie rede aber nicht mit diesen Streamern. Aber deren Vorgehen verunsichere, das sei unangenehm. «Ich weiß, wie sich das anfühlt. Ich habe da Puls.»Sziborra-Seidlitz riet den Menschen auf der Veranstaltung in Magdeburg: «Lasst euch davon nicht verunsichern. Das wird für unseren Wahlkampf und für die Frage einer demokratischen Mehrheitsbildung hier in Sachsen-Anhalt keine Rolle spielen. Die erreichen mit diesen Videos und mit diesen Streams tatsächlich ja nur ihre eigene Bubble.»dpa-infocom GmbH