Nur wenige Momente läuft das Interview, dann wird es sogar Hans-Thomas Tillschneider zu viel: Der Landesvize der AfD Sachsen-Anhalt antwortet gerade auf einem Wahlkampffest seiner Partei in Querfurt auf Fragen eines MDR-Fernsehteams, als sich ein Videostreamer dazustellt und mit seiner Kamera die Szene live auf YouTube überträgt. Der MDR-Reporter verbittet sich, ungefragt gefilmt zu werden. »Das ist ’ne öffentliche Veranstaltung«, kontert der Streamer in aggressivem Ton. So zeigt es sein Video. Und an Tillschneider gerichtet: »Ich filme nur mit, dass die nicht schneiden können.« Doch Tillschneider, der wie sein gesamter Landesverband den MDR am liebsten abschaffen würde, geht das zu weit: »Vielleicht können Sie sich so hinstellen, dass nur ich gefilmt werde«, sagt er dem Streamer. Dann geht das Interview weiter.
AfD und YouTube-Streamer: Der AfD-Pakt mit fragwürdigen Streamern
Rechte Streamer filmen den Wahlkampf, Reporter werden bedrängt. Der Deal: Social-Media-Reichweite gegen Wertschätzung der AfD. Mitunter wird es aber auch ihr zu viel.












