Selenskyj: Haben Flugzeug auf russischem Stützpunkt angegriffenDie Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge ein russisches Tu-95MS-Raketenflugzeug auf dem Stützpunkt Engels angegriffen. „Das sind die Flugzeuge, die Angriffe gegen die Ukraine fliegen“, erklärt Selenskyj auf X. Der Angriff sei von der Alpha-Einheit des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU durchgeführt worden.Ukraine will alle Wildberries-Lager zerstörenDie Ukraine will dem Kommandeur ihrer Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, zufolge ihre Angriffe auf den russischen Online-Händler Wildberries verstärken und alle seine Lager ins Visier nehmen. Bisher hätten seine Einheiten mithilfe von Langstreckendrohnen 24 Lager des „russischen Amazons“ getroffen, sagte Browdi dem „Tagesspiegel“. „Wir werden auch die restlichen Lager zerstören. Wildberries wird künftig nicht mehr in Russland arbeiten können“, fügte er hinzu. Er begründete die Angriffe damit, dass der Online-Händler militärische Ausrüstung für russische Soldaten verkaufe. „Als Armeeversorger sind sie ein legitimes Ziel“, sagte Browdi. Tote und Verletzte bei Drohnenangriffen in Russland und der UkraineBei ukrainischen Drohnenangriffen ist in der zentralrussischen Region Jaroslawl mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Weitere 27 seien unter anderem durch herabstürzende Drohnentrümmer verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets, Michail Jewrajew, bei Telegram mit. Die Einsatzkräfte hätten mehrere Brände unverzüglich gelöscht. Insgesamt wurden demnach 67 ukrainische Drohnen abgeschossen. Der ukrainische Generalstab bestätigte die Drohnenangriffe in einer auf sozialen Netzwerken veröffentlichten Mitteilung. Ziel war demnach eine Ölraffinerie des Unternehmens „Slavneft“, auf deren Betriebsgelände ein Brand ausbrach. Jaroslawl liegt nordöstlich der russischen Hauptstadt Moskau und ist etwa 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.Bei russischen Drohnenangriffen starb nach Behördenangaben im Landkreis Butscha bei Kiew mindestens ein Mensch. Im Kiewer Umland seien zudem zwei weitere Zivilisten verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets, Tymur Tkatschenko, bei Telegram mit. Ziel russischer Angriffe waren demnach Lagerhallen. Beschädigt worden seien auch mehr als ein Dutzend Wohnhäuser.Ukraine dankbar für Dringen auf Verwendung von russischem Vermögen Die Ukraine ist ihrem Außenminister Andrij Sybiha zufolge den vier EU-Mitgliedstaaten dankbar für ihre Initiative, die Debatte über die Verwendung eingefrorener russischer Vermögenswerte für die Ukraine wieder aufzunehmen. „Es ist nur fair und logisch, russische Vermögenswerte anstelle von Steuergeldern der europäischen Bürger zu verwenden, um die zusätzlichen Kosten für die Verteidigung der Ukraine und des restlichen Europas vor der russischen Bedrohung zu decken“, erklärt Sybiha auf X. Die vier Staaten, die eine Wiederaufnahme der Debatte vorgeschlagen haben, sind die Niederlande, Polen, Spanien und Schweden. Ukrainische Postfirma: Sortieranlagen bei russischen Angriffen zerstörtBei neuen russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Nähe von Kiew Sortierzentren des privaten Post- und Kurierunternehmens Nova Poshta Unternehmensangaben zufolge zerstört worden. Auch in der nördlichen Stadt Sumy seien solche Zentren zerstört worden, teilt Nova Poshta auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Vier gelenkte Luftbomben hätten das Terminal in Sumy getroffen und zudem drei Lastwagen beschädigt. Alle Mitarbeiter seien unversehrt. Der Betrieb laufe weiter. Russland: Vier Verletzte nach Drohnenangriff auf Krim Bei einem Drohnenangriff auf ein fünfstöckiges Wohnhaus in Sewastopol, auf der Halbinsel Krim, wurden nach russischen Angaben vier Menschen verletzt. Drohnen und Trümmerteile hätten zudem ein Hotel, einen Kindergarten und mehr als ein Dutzend Autos getroffen, teilt der von Moskau eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Entgegen ersten Berichten brennen keine Öldepots. Gras in der Nähe der Anlagen fing Feuer, der Brand wurde jedoch gelöscht. Trump: Bin nicht besorgt, dass Russland NATO-Staaten angreifen könnteNach Berichten, CIA-Direktor John Ratcliffe habe bei seinem Moskau-Besuch am Dienstag den Kreml gewarnt, die Entschlossenheit der NATO auszutesten, hat Donald Trump gesagt, er sei nicht besorgt, dass Russland NATO-Staaten angreifen könnte. In einem Telefoninterview mit der Online-Plattform Axios sagte er am Donnerstag, Ratcliffe habe in Moskau keine solche Warnung ausgesprochen. Es gebe kein Problem. Der Besuch des Chefs des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes gehöre zum üblichen Geschäft. Ratcliffe spreche alle sechs Monate mit seinem russischen Gegenüber. Schon zuvor hatte Trump den Besuch "halb Routine" genannt, sich jedoch zunächst entschieden, den Anlass der Reise nicht weiter zu kommentieren. Auch der Kreml hatte die Berichte amerikanischer Medien dementiert und von "Horrorgeschichten" gesprochen. Es gehört zur Natur der Sache, dass über die Tätigkeit der Geheimdienste, zumal ihrer Chefs, wenig nach außen dringt. Auch Desinformation ist Teil der Praxis. Das Wall Street Journal, das zuerst über die Warnung Ratcliffes berichtet hatte, bezog sich auf Leute, die über die Reise des CIA-Direktors unterrichtet worden seien. Hintergrund sind Einschätzungen amerikanischer Dienste, Putin könnte in nächster Zeit versuchen, das westliche Bündnis auf die Probe zu stellen und etwa einen begrenzten Schlag gegen einen baltischen Staat ausüben, zumal Trump mehrfach die Beistandspflicht der NATO in Zweifel gezogen hatte. Ian LieschVier EU-Staaten fordern eingefrorene russische Vermögen für UkraineInnerhalb der EU werden die Rufe nach einer erneuten Diskussion über die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte für die Ukraine laut. In einem Brief an die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und die irische Außenministerin Helen McEntee argumentieren die Außenminister von Schweden, Spanien, den Niederlanden und Polen, dass die vereinbarten Finanzhilfen nicht ausreichten. Die Ukraine benötige sowohl kurz- als auch langfristig mehr finanzielle Unterstützung, heißt es darin. Die Minister wollen das Thema beim EU-Außenministertreffen am 1. und 2. September in Irland auf die Tagesordnung setzen. Irland hat derzeit den rotierenden EU-Ratsvorsitz inne. Ein früherer Plan zur Nutzung der rund 210 Milliarden Euro an eingefrorenen russischen Zentralbankgeldern scheiterte am Widerstand Belgiens wegen möglicher Schadensersatzklagen Russlands.Ian LieschInspekteur der Marine: Russland „aggressiv auf See“Marineinspekteur Jan Christian Kaack sieht eine konstant hohe russische Bedrohung vor allem in der Ostsee. Die Marine des Landes sei „aggressiv auf See, durch das Ausspähen von Stützpunkten und Einheiten, durch Einschüchterungs- und Sabotageversuche, Drohnenüberflüge sowie den Einsatz der Schattenflotte in der Ostsee“, sagte der Vizeadmiral in Berlin.Er machte deutlich, dass Russland die Schiffe dieser sogenannten Schattenflotte inzwischen auch mit Waffen schützt, entweder durch Marineschiffe oder auch durch Wachteams an Bord. Allerdings sei diese Aufgabe für die russische Marine auch eine zusätzliche Belastung. Der Vizeadmiral sagte: „Das nutzt eine Marine, die auch nicht unendliche Ressourcen hat, auch in einem gewissen Maße ab.“ Der Schattenflotte werden Tanker und Frachtschiffe zugerechnet, die Russland zum Vermeiden von Sanktionen etwa beim Öltransport einsetzt. Der Marineinspekteur erklärte zudem, dass die Zahl der Männer und Frauen in den deutschen Seestreitkräften erstmals wieder wachse. „Beim Personal ist die Kehrtwende geschafft“, sagte er. Bei den Grundausbildungen sei 2025 der höchste Stand seit 2018 erreicht worden, und im Juli dieses Jahres sei man zahlenmäßig dort, wo man 2025 erst zu Jahresende gewesen sei. „In 2026 erwarten wir 3.000 Menschen mehr in der Marine, die selbstverständlich auch nachhaltig aufgenommen und ausgebildet werden müssen“, sagte er.Ian LieschLitauen repariert in Ukraine beschädigte Leopard- 2-PanzerIn Litauen sind mehrere Leopard-2-Panzer repariert worden, die als westliche Hilfe an die Ukraine geliefert und im Abwehrkampf gegen Russland beschädigt wurden. Die wieder instand gesetzten Kampfpanzer wurden bei einer Zeremonie in Jonava an Kiew übergeben und sollen schon bald wieder aus dem baltischen EU- und Nato-Land an die Front zurückkehren. Dies teilten das Unternehmen Lithuania Defense Services (LDS) und die deutsche Botschaft in Vilnius in sozialen Medien mit. Wie viele Leopard-2-Panzer instand gesetzt worden sind, wurde nicht mitgeteilt.Trotz des Zeitalters von Drohnen blieben die Panzer unerlässlich, wurde die ukrainische Botschafterin Olha Nikittschenko in der Mitteilung zitiert. Repariert wurden die Panzer in einem Wartungszentrum von LDS, einem litauischen Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Rüstungsfirmen Rheinmetall und KNDS. Finanziert wurde die Instandsetzung den Angaben zufolge von Deutschland, das der Ukraine nach langer Debatte seit Anfang 2023 Leopard-2-Panzer liefert. Auch andere Nato-Partner haben der Ukraine Panzer aus ihren Beständen übergeben.Autoexplosion in St. Petersburg: Russischer Offizier getötet In der russischen Millionenmetropole St. Petersburg ist ein Offizier bei der Explosion eines Sprengsatzes in seinem Auto getötet worden. Ermittler bestätigten nur den Tod eines Militärangehörigen, nannten aber keine Details. Die Ehefrau des Mannes sei verletzt worden, teilten die Ermittler mit. Das Petersburger Nachrichtenportal „Fontanka“ meldete, bei dem Toten handle es sich um einen Oberstleutnant der russischen Luftstreitkräfte.Die Explosion ereignete sich demnach am Morgen, als das Paar seine Wohnung in einem für Militärangehörige gebauten Viertel verlassen habe. Die Hintergründe der Explosion waren zunächst unklar.In Russland wurden in den vergangenen Jahren immer wieder auch Militärangehörige bei Autoexplosionen getötet. In mehreren Fällen sprachen die Ermittler im Zuge der Untersuchungen von Anschlägen, die sie den ukrainischen Geheimdiensten zurechneten. Ukraine: Russland greift Einkaufszentrum in Charkiw an Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ostukrainische Großstadt Charkiw ist mindestens ein Mensch getötet worden. Vier Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur des gleichnamigen Gebiets, Oleh Synjehubow, bei Telegram mit. Ziel der Attacke sei ein Einkaufszentrum gewesen. Ukraine stellt neue Friedensgespräche im September in Aussicht Neue Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Vertretern unter Beteiligung der USA könnten nach Angaben aus Kiew womöglich im September stattfinden. Die Ukraine bemühe sich um eine Wiederbelebung der Verhandlungen, sagte der ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow dem ukrainischen Nachrichtenportal „Novyny Live“. Mit weiteren Entwicklungen sei im kommenden Monat zu rechnen. Auf die Frage, ob er damit direkte Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Unterhändlern meine, sagte Budanow: „Ich hoffe darauf, ja, und natürlich auch auf amerikanische Vertreter. Ohne sie geht es nicht.“Die von den USA vermittelten Friedensgespräche waren in diesem Jahr ins Stocken geraten. Die Ukraine hatte russische Forderungen nach Gebietsabtretungen abgelehnt. Zudem waren die USA zunehmend mit dem Krieg gegen Iran beschäftigt. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte kürzlich, die Ukraine sehe bis zum Ende des nächsten Sommers ein Zeitfenster für eine US-Vermittlung. Seine Regierung habe zusammen mit US- und europäischen Vertretern ein Dokument mit Vorschlägen erarbeitet, das Moskau vorgelegt werden solle. Die letzte Runde von Gesprächen unter Beteiligung von US-Vertretern fand im Februar statt. Seither führten Vertreter der Ukraine und Russlands getrennte Gespräche mit der US-Seite. Russischer Generalstabschef besucht Soldaten an der FrontDer russische Generalstabschef Waleri Gerassimow hat nach offiziellen Angaben russische Soldaten an der Front in der Ukraine besucht. Das Verteidigungsministerium in Moskau veröffentlichte am Donnerstag ein Video, das Gerassimow zusammen mit Militärs zeigt. Demnach würdigte er den „Erfolg“ der Streitkräfte in der ostukrainischen Region Donezk und legte „Ziele“ für das weitere Vorgehen fest. Nach Ministeriumsangaben besuchte Gerassimow einen Gefechtsstand. Die russischen Streitkräfte rückten in Richtung Slowjansk in der Ostukraine vor, sagte Gerassimow dem Video zufolge. „Bis zu den östlichen Vororten von Slowjansk sind es noch vier Kilometer.“ Die russischen Truppen sollen nach dem Willen des Kremls die Kontrolle über die gesamte Region Donezk übernehmen. Slowjansk und das nahegelegene Kramatosrk sind die letzten größeren Ballungsräume in der Region, die unter ukrainischer Kontrolle sind. Am Mittwoch betraute der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Andrij Bilezkyji und Denys Prokopenko mit der Verteidigung der Region. Sie gelten als erfolgreiche Kommandeure. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: Ukraine meldet Angriff auf Militärflugplatz in Russland | FAZ
Russischer Langstreckenbomber attackiert +++ Sortierzentren von ukrainischem Postunternehmen zerstört +++ Gouverneur ruft Einwohner von Cherson zur Evakuierung auf +++ Neuigkeiten im Liveblog






