Kiew bestätigt Attacken auf zwei Raffinerien in RusslandNach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat sein Militär in der Nacht gleich zwei russische Raffinerien mit Drohnen angegriffen. Er bestätigte dabei den zuvor schon von russischen Behörden eingeräumten Einschlag in einer Anlage im südrussischen Slawjansk-na-Kubani. „Außerdem haben wir eine Raffinerie in der Region Jaroslawl getroffen, die etwa 700 Kilometer von unserer Grenze entfernt liegt“, schrieb er auf Telegram. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.Selenskyj kündigte weitere Schläge gegen strategische Objekte in Russland an. „Jede unserer Langstrecken-Sanktionen verringert die Ressourcen, die für die russische Kriegsmaschinerie arbeiten und ist ein Schritt zum Frieden“, schrieb er.Die Raffinerie in Jaroslawl gilt als eine der größten in Russland. Sie ist in den vergangenen Monaten immer wieder zum Ziel ukrainischer Attacken geworden, wurde beschädigt und musste repariert werden. Einen Treffer auch in dieser Nacht haben die Behörden in Jaroslawl bisher nicht bestätigt. Zwar gab Gouverneur Michail Jewrajew Drohnenalarm und berichtete bei Telegram über Straßensperren im Bereich der Ölverarbeitungsanlage. Später jedoch hob er den Drohnenalarm wieder auf, ohne Folgen zu benennen. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder geben keinen Aufschluss über das Ausmaß der Schäden.Fabian DrahmouneUkrainischer Drohnenangriff setzt russische Raffinerie in BrandIn der südrussischen Region Krasnodar ist offiziellen Angaben zufolge durch einen ukrainischen Drohnenangriff ein Feuer in einer Raffinerie ausgebrochen. Bei der Attacke sei auch ein Mensch getötet worden, teilte Gouverneur Wenjamin Kondratjew bei Telegram mit. Neben der Raffinerie in der Stadt Slawjansk-na-Kubani seien mehrere Häuser, eine Strom- und eine Gasleitung beschädigt worden, schrieb er.In sozialen Netzwerken verbreitete Bilder und Videos lassen auf einen großen Brand schließen. Die Anlage ist mit einer Verarbeitungskapazität von laut unterschiedlichen Quellen vier bis fünf Millionen Tonnen Öl pro Jahr nicht besonders groß. Wegen ihrer Lage in unmittelbarer Nähe zur von Russland annektierten Halbinsel Krim haben die Ukrainer die Raffinerie aber schon mehrfach attackiert und beschädigt. Auch andere russische Regionen wie Jaroslawl oder Iwanowo nordöstlich von Moskau meldeten Drohnenangriffe. Das russische Militär hat eigenen Angaben nach 213 ukrainische Drohnen abgeschossen. Das deutet auf eine weitere massive Attacke hin.Fabian DrahmouneKiew meldet neue russische AngriffeDie ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht abermals angegriffen worden. Laut einem Bericht des „Kyiv Independent“ waren mehrere Explosionen zu hören. Nach Angaben von Militärverwaltungschef Timur Tkatschenko wurde im Stadtteil Darnyzja mindestens eine Person verletzt. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor bei Telegram Gefahr durch ballistische Waffen aus dem Norden gemeldet. Bürgermeister Vitali Klitschko teilte auf Telegram mit, die Luftabwehr sei im Einsatz. Er rief die Einwohnerinnen und Einwohner auf, in den Schutzräumen zu bleiben. Drohnen vor MoskauDie russische Flugabwehr hat Agenturberichten zufolge im Tagesverlauf mindestens 19 ukrainische Drohnen im Anflug auf Moskau abgeschossen. Das Ziel der Drohnen wurde nicht genannt. Kurz zuvor hatte der ukrainische Geheimdienst SBU von einem Angriff auf eine für die Treibstoffversorgung von Moskau wichtige Ölpumpstation mit Drohnen berichtet. Getroffen worden sei ein technisches Gebäude der Station in Wtorowo nahe der Gebietshauptstadt Wladimir östlich von Moskau, teilte der ukrainische Geheimdienst mit. Es sei die zweite erfolgreiche Attacke innerhalb eines Monats auf die Anlage, hieß es. Ukrainisches Flugzeug abgestürztIn der zentralukrainischen Region Poltawa ist offiziellen Angaben nach ein Kampfflugzeug des Typs MiG-29 abgestürzt. Der Pilot habe sich per Schleudersitz retten können und werde medizinisch versorgt, teilte die ukrainische Luftwaffe mit.Der Vorfall ereignete sich demnach in der Nacht während eines Kampfeinsatzes. Die genaue Ursache des Absturzes ist unklar. In der Nacht hatte die Ukraine versucht, russische Drohnenangriffe abzuwehren. Dabei setzt das ukrainische Militär auch Flugzeuge ein. Ukraine: Ölpumpstation in Russland getroffenDer ukrainische Geheimdienst hat eigenen Angaben nach eine für die Treibstoffversorgung von Moskau wichtige Ölpumpstation mit Drohnen angegriffen. Getroffen worden sei ein technisches Gebäude der Station in Wtorowo nahe der Gebietshauptstadt Wladimir östlich von Moskau, teilte der ukrainische Geheimdienst SBU mit. Es sei die zweite erfolgreiche Attacke innerhalb eines Monats auf die Anlage, heißt es. Russische Behörden haben den Angriff bislang nicht bestätigt. Die Station Wtorowo gehört zum staatlichen Ölpipelinekonzern Transneft in Russland. Sie pumpt unter anderem Diesel in die Moskauer Ringpipeline, die für die Versorgung der großen Öldepots rund um die russische Hauptstadt verantwortlich ist.In Moskau ist Russlands Schwäche gleichsam mit Händen zu greifen. Eine Reportage von Friedrich Schmidt:Selenskyj bestätigt Angriff auf RüstungswerkDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bestätigt, dass die Ukraine ein Rüstungswerk in der russischen Region Wolgograd mit Flamingo-Raketen aus eigener Produktion getroffen hat. Der nächtliche Angriff habe ein Feuer auf dem Gelände der Fabrik Titan-Barrikady ausgelöst, teilte Selenskyj auf Telegram mit. In dem Werk werden Artilleriesysteme und Bauteile für Raketenwerfer hergestellt.Gouverneur: Angriff auf Produktionsanlagen in WolgogradDie Ukraine hat in der Nacht und am frühen Morgen offiziellen Angaben nach Industrieanlagen in der russischen Millionenstadt Wolgograd mit Marschflugkörpern angegriffen. Mindestens zehn Menschen seien verletzt und die Produktionsanlagen eines Betriebs beschädigt worden, schrieb Gouverneur Andrej Botscharow auf seinem Telegramkanal. Zum Einsatz kamen seinen Worten nach „Flugobjekte mit Hochgeschwindigkeit“ – damit dürften Marschflugkörper gemeint sein.Mehrere lokale Brände seien gelöscht worden, schrieb Botscharow weiter. Wohngebäude waren demnach nicht betroffen. Genauere Angaben zur Art des getroffenen Unternehmens machte er nicht.Unbestätigten russischen und ukrainischen Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um die russische Rüstungsfabrik Titan-Barrikady. Das Internetportal „Astra“ berichtete von Rauchwolken, die aus der Fabrik aufstiegen. Die Schläge seien mit Marschflugkörpern des ukrainischen Typs Flamingo geführt worden, meldete das Portal unter Berufung auf die Auswertung von Bild- und Videomaterial. Titan-Barrikady stellt Komponenten für die Raketenkomplexe Iskander, Jars und Topol-M her, die prinzipiell auch Atomwaffen tragen können.Putins Schwäche lässt den belarussischen Machthaber Alexandr Lukaschenko auftrumpfen. Man solle Belarus nicht „in den Krieg hineinziehen“, sagte er vor wenigen Tagen zwei Emissären des russischen Präsidenten. Unser Korrespondent Friedrich Schmidt berichtet:Fabian DrahmouneUkraine meldet drei Tote bei russischen AngriffenBei russischen Drohnenangriffen auf die ukrainischen Regionen Dnipropetrowsk und Sumy sind nach Angaben der örtlichen Behörden drei Menschen ums Leben gekommen. In der Stadt Nikopol wurden beim Angriff auf einen Kleinbus zwei Menschen getötet und zwölf weitere verletzt, teilte der zuständige Gouverneur mit. In der Grenzregion Sumy starb ein Mann durch einen weiteren Drohnenangriff. Zudem wurden in der südöstlichen Region Saporischschja zwei Menschen bei russischen Angriffen verletzt.Philipp von ReinersdorffUkraine bietet Russland Friedensverhandlungen anDie Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ihre Vorschläge für Verhandlungen und eine Friedenslösung an Russland übermittelt. „Die Freunde von Putin haben von uns gehört, dass ein Treffen und ein Ende des Kriegs möglich sind“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Nähere Details nannte er nicht. Vor Kurzem hatte der belarussische Machthaber Alexandr Lukaschenko über ein Treffen mit Abgesandten Selenskyjs berichtet. Lukaschenko gilt außenpolitisch als engster Partner Putins.Zuletzt hatten Vertreter Russlands und der Ukraine im Februar unter amerikanischer Vermittlung in den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein Kriegsende verhandelt. Ergebnisse wurden damals nicht bekannt. Nach Beginn des Irankriegs hat Washington seine Vermittlungsbemühungen im Ukrainekrieg stark zurückgefahren.Selenskyj lobte in seiner Rede den jüngsten Austausch von Kriegsgefangenen. Er erwarte weitere Austausche, sagte er und wiederholte auch die Forderung nach einem schnellen Kriegsende. Die Drohnenangriffe auf Ziele im russischen Hinterland bezeichnete Selenskyj als gerechte Antwort auf den von Moskau entfachten Krieg.Autoteilehändler wegen Lieferungen nach Russland verurteiltDas Landgericht im hessischen Darmstadt hat einen 59 Jahre alten Mann wegen verbotener Lieferungen von Fahrzeugteilen nach Russland zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er wegen eines Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. Die zuständige Kammer sah es demnach als erwiesen an, dass der Mann gegen das bestehende Ausfuhrembargo verstoßen hatte.Als Geschäftsführer eines Unternehmens exportierte er mehrfach Ware nach Russland, die unter Ausfuhrbeschränkungen fallen. Um das tatsächliche Zielland zu verschleiern, band er Scheinfirmen mit ein. Zu der gelieferten Ware zählten unter anderem Achsen für Fahrzeuge. Diese wurden über eine Firma mit angeblichem Sitz in Dubai nach Russland verkauft. Das Urteil fiel am Donnerstag. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: Kiew bestätigt Attacken auf zwei Raffinerien in Russland | FAZ
Selenskyj teilt Video von brennender Raffinerie +++ Russische Angriffe auf Kiew in der Nacht +++ alle Neuigkeiten im Liveblog
Die Ukraine bestätigt Drohnenangriffe auf zwei russische Raffinerien und eine strategische Ölpumpstation. Für IT-Manager signalisiert die Infrastruktur-Sabotage erhöhte Supply-Chain-Risiken und Notwendigkeit geopolitischer Resilienz in kritischen Systemen.







