Selenskyj kündigt Präventivschläge gegen russische Anlagen anDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Präventivschläge gegen russische Einrichtungen angekündigt. Er habe die Geheimdienste und das Militär angewiesen, präventiv gegen Anlagen vorzugehen, die Russland für den Krieg nutze, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Die russische Produktion von Erdölprodukten sank offiziellen Daten zufolge im Mai im Jahresvergleich um 13,5 Prozent.Merz: Deutschland steht unerschütterlich an der Seite der UkraineBei einer Wiederaufbau-Konferenz für die Ukraine in Polen hat Bundeskanzler Friedrich Merz zu einem Einstieg in Friedensverhandlungen aufgerufen. „Russland wird diesen Krieg nicht gewinnen“, sagte der CDU-Politiker in Danzig. Europa und das transatlantische Bündnis seien bereit, noch mehr Druck auf die angeschlagene russische Wirtschaft auszuüben. „Die Zeit ist da, um Verhandlungen aufzunehmen, die Frontlinie einzufrieren und das Töten zu beenden“, sagte Merz in Richtung Moskau.Die von Russland seit mehr als vier Jahren mit Krieg überzogene Ukraine zu unterstützen, sei für Deutschland eine „unerschütterliche Verpflichtung“, sagte Merz. Bisherige Verhandlungen über ein Konfliktende, geführt mit den USA als Vermittler, haben kein Ergebnis gebracht. Die großen europäischen Staaten suchen nach einem Format, sich an Gesprächen zu beteiligen. Allerdings beharrt Moskau auf Maximalforderungen, die auf eine Unterwerfung der Ukraine hinauslaufen. Es will auch nicht mit den Europäern reden.Gastgeber der Wiederaufbau-Konferenz (Ukraine Recovery Conference) sind der polnische Ministerpräsident Donald Tusk und seine ukrainische Kollegin Julia Swyrydenko. An den Beratungen sind auch die EU, die Siebenergruppe großer demokratischer Industrieländer (G7), Institutionen wie die Weltbank und viele Firmenvertreter beteiligt.Ukraine setzt große Hoffnungen in WiederaufbaukonferenzDie Ukraine erwartet auf einer Konferenz im polnischen Danzig mehr als 160 Vereinbarungen für den Wiederaufbau des Landes im Wert von über zehn Milliarden Euro. Diese sollen in den kommenden zwei Tagen besiegelt werden, sagt die ukrainische Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko. Zudem soll noch am Donnerstag die erste Tranche über 3,2 Milliarden Euro aus dem 90 Milliarden Euro schweren Hilfskredit der Europäischen Union transferiert werden, wie EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen mitteilt.Russland: Zwei Tote nach ukrainischen Angriffen auf Halbinsel KrimAuf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind nach Angaben der von Moskau eingesetzten Behörden mindestens zwei Menschen infolge ukrainischer Angriffe getötet worden. Eines der Opfer sei minderjährig, teilte der von Russland eingesetzte Krim-Chef Sergej Aksjonow mit. Zwei weitere seien bei der Attacke im Umland von Simferopol verletzt worden. Uli PutzÖllager in Russland brennt nach DrohnenangriffIn einem Öllager in der südrussischen Region Krasnodar ist in der Nacht auf Donnerstag ein Feuer ausgebrochen. Der Brand im Öldepot Poltawskaja in der Region Krasnodar sei von herabstürzenden Trümmern einer Drohne verursacht worden, teilte der Behördenchef im Bezirk Krasnoarmeisk, Aleksander Charitonow, am Donnerstag im staatlichen Onlinedienst Max mit. Zur Herkunft der Drohne machte er keine Angaben.Uli Putz„Er schlägt sich ziemlich gut“: Trump lobt Selenskyj im Kampf gegen RusslandUS-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für den Verteidigungskampf der ukrainischen Truppen gegen Russland gelobt. „Er schlägt sich ziemlich gut. Er hält zumindest gut stand“, sagte Trump am Mittwoch im Weißen Haus über Selenskyj. „Auf beiden Seiten sterben viele Menschen, aber ich denke, er schlägt sich ziemlich gut." Trump hatte Selenskyj in der Vergangenheit oft scharf kritisiert und ihm vorgeworfen, er blockiere Bemühungen um eine Beendigung des Konflikts, obwohl er „keine Karten“ mehr in der Hand halte. Zuletzt erhöhte der US-Präsident aber den Druck auf Moskau. Zusammen mit den anderen Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten kündigte er in der vergangenen Woche verschärfte Sanktionen gegen Russland an. Der US-Präsident forderte den Kreml auf, Verhandlungen für ein Ende des Kriegs aufzunehmen.Die von den USA vermittelten Gespräche zur Beendigung des Ukrainekriegs treten seit Monaten auf der Stelle. Moskau beharrt unter anderem weiter auf seiner Forderung, dass die Ukraine die gesamte Donbass-Region abtreten soll, was Kiew strikt ablehnt.Tusk: Stehen trotz Emotionen für die Ukraine einPolens Ministerpräsident Donald Tusk hat der Ukraine ungeachtet des aktuellen Geschichtsstreits zwischen beiden Ländern anhaltende Unterstützung zugesichert. Trotz der Emotionen stehe man für die Ukraine ein in deren Konfrontation mit Russland, sagte er laut offizieller Übersetzung bei dem Treffen der sogenannten E5-Gruppe in Berlin. Gerade vor dem NATO-Gipfel in Ankara in zwei Wochen sei es wichtig, die Einheit als Europa und auch als transatlantische Gemeinschaft zu bewahren.Tusk betonte zugleich, man werde alles tun, damit die direkt von der aggressiven Politik Moskaus bedrohten Länder an der NATO-Ostflanke in allen Verhandlungsformaten repräsentiert seien. Ohne Polen, die skandinavischen und baltischen Länder und ohne Rumänien werde es schwierig, etwas in dieser „Konfrontation von Zivilisationen“ mit Russland zu erreichen.Merz: NATO-Gipfel soll starkes Zeichen der Ukraine-Unterstützung setzenZwei Wochen vor dem NATO-Gipfel in Ankara haben die größeren europäischen Partner den Willen zur Stärkung des Bündnisses bekräftigt. „Diesen wichtigen Gipfel wollen wir gemeinsam zu einem Erfolg machen. Das dient unserer Sicherheit in gefährlichen Zeiten“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin beim Spitzentreffen der sogenannten E5-Gruppe.Bei der anschließenden Pressekonferenz nannte Merz fünf Botschaften, die man mit Blick auf den anstehenden NATO-Gipfel senden wolle. Neben einer Stärkung der NATO – unter anderem durch höhere Verteidigungsausgaben – und intensiverer transatlantischer wie europäischer Zusammenarbeit bekräftigte Merz, dass das Gipfeltreffen ein „starkes Zeichen der Unterstützung für die Ukraine“ setzen solle. „Die Bundesregierung schlägt vor, dass wir Kiew als europäische NATO-Alliierte eine starke Finanzierungszusage geben.“ Die Botschaft an Russland solle lauten: „Die Ukraine bleibt stark“, so der Bundeskanzler. Moskau müsse daraus Schlüsse ziehen: „Es wird Zeit, in Friedensgespräche einzutreten.“Merz sagte, er selbst werde später US-Präsident Donald Trump, den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sowie weitere Partner über die Ergebnisse des Treffens unterrichten.E5-Gruppe in Berlin zusammengetroffenDie Staats- und Regierungschefs der sogenannten E5-Gruppe sind am Mittwoch in Berlin zu Vorbereitungen für den NATO-Gipfel im Juli zusammengetroffen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfing den französischen Präsidenten Emmanuel Macron, Polens Regierungschef Donald Tusk, Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und den britischen Premierminister Keir Starmer im Kanzleramt. NATO-Generalsekretär Mark Rutte, der am Mittwoch US-Präsident Donald Trump in Washington trifft, wird per Video zu den Beratungen zugeschaltet. Ein Thema des Treffens soll die weitere Unterstützung der Ukraine durch die europäischen Partner im russischen Angriffskrieg sein. Nach Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine änderten die Eigentümer die Unternehmensstruktur von Gazprom Germania – wohl, um Deutschland zu schaden. Nun führt die Bundesanwaltschaft eine Razzia durch.Stromausfall in Sewastopol nach ukrainischen AngriffenDie Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Krim ist nach nächtlichen Drohnenangriffen der Ukraine ohne Strom. Die Energieinfrastruktur sei getroffen und beschädigt worden, bestätigte der Gouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram. „Spezialisten begutachten den Maßstab der Schäden und tun alles Mögliche, um die Stromversorgung wiederherzustellen“, schrieb er. Medienberichten zufolge ist auch in einigen anderen Teilen der Krim nach einem Drohneneinschlag in einem Kraftwerk die Stromversorgung zusammengebrochen.In den ebenfalls von Russland besetzten Teilen der südukrainischen Region Cherson haben die Behörden nach mehreren Stunden Ausfall die Energieversorgung wiederhergestellt.Unter Beschuss ist auch die weit von der Front entfernte Wolgaregion Orenburg in Russland geraten. Der Gouverneur der Region, Jewgenij Solnzew, berichtete von einem schweren Angriff. „Einige Drohnen wurden über Industrieobjekten in der Stadt abgeschossen“, schrieb er in sozialen Netzwerken. Dort seien Katastrophenschutz und Feuerwehr im Einsatz, Verletzte gebe es nicht. Medienberichten zufolge wurde eine Anlage zur Verarbeitung von Erdgas beschossen. Über das Ausmaß der Schäden ist bislang nichts bekannt. Fabian DrahmouneUkrainische Behörden melden fünf Tote nach russischen AngriffenBei russischen Luftangriffen sind in verschiedenen Regionen der Ukraine fünf Menschen getötet worden. Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk kamen nach Angaben der dortigen Staatsanwaltschaft drei Menschen durch Drohnenangriffe im Kreis Nikopol ums Leben. Fünf weitere seien verletzt worden. Im benachbarten Gebiet Saporischschja wurde nach Angaben von Militärgouverneur Iwan Fedorow eine Frau durch einen Angriff mit Gleitbomben getötet. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. In der südukrainischen Stadt Cherson wurde Militärgouverneur Olexander Prokudin zufolge ein Mann durch russischen Beschuss getötet. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: Merz: „Russland wird diesen Krieg nicht gewinnen“ | FAZ
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