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Es dauert ungefähr drei Sekunden, bis man versteht, dass Michael Diamond nicht vorhat, sich in irgendeiner Weise altersgerecht zu verhalten. Ein nervöser Beat rast los, irgendwo piept es wie in einer Telefonleitung, Synthesizer flackern, Geräusche schieben sich übereinander. Und dann ist da diese Stimme: dünn, nasal, leicht quengelnd und nach 40 Jahren immer noch sofort zu erkennen. »Gotta switch up«, ruft Mike D im ersten Stück seines ersten Soloalbums. Etwas muss sich ändern.
Das ist eine passende Ansage für einen 60-Jährigen, der gerade noch einmal von vorn anfängt. Thank You ist nicht nur das erste Soloalbum von Mike D, sondern auch das erste Album eines ehemaligen Mitglieds der Beastie Boys seit Hot Sauce Committee Part Two aus dem Jahr 2011. Ein Jahr nach dessen Veröffentlichung starb Adam »MCA« Yauch mit 47 Jahren an Krebs. Damit endete eine der ungewöhnlichsten Bandbiografien der jüngeren Musikgeschichte: drei New Yorker Freunde, die als Punks anfingen, Hip-Hop für sich entdeckten, mit Licensed to Ill (1986) das erste Rapalbum auf Platz eins der US-amerikanischen Charts brachten und mit jedem Nachfolger neu erfanden, was eine Beastie-Boys-Platte sein konnte.











