Die Bombe explodiert am 23. März 1944 in der zentralen Via Rasella in Rom, just als ein Bataillon des deutschen Polizeiregiments „Bozen“ vorbeizieht. 33 deutsche Soldaten und zwei italienische Zivilisten kommen dabei ums Leben, 67 werden verletzt. Die Aktion wird von der kommunistischen Widerstandsgruppe Gruppi di Azione Patriottica (GAP) verübt und kommt in einer Phase, in der sich die nationalsozialistischen Razzien in Rom verschärft haben. Die Vergeltung der NS-Führung ist brutal: Für jeden getöteten Deutschen sollen zehn Italiener exekutiert werden. Beim Massaker in den Ardeatinischen Höhlen direkt am Tag danach werden 335 Männer erschossen, sie sind politische Gefangene, Juden, einfache Zivilisten, Militärangehörige. Wegen eines Zählfehlers werden fünf Personen mehr als die geforderte Quote getötet.