In dem von der Sturzflut getroffenen Katastrophengebiet an der Grenze zwischen China und Nepal müssen die Rettungskräfte in den kommenden Tagen mit weiteren Regenfällen rechnen. Wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete, sind für die kommenden drei Tage häufige Niederschläge zu erwarten. Auch am Flughafen in Tingri, über den zuletzt viele Rettungskräfte und Hilfsgüter in die Nähe des Katastrophengebiets gebracht wurden, soll es demnach regnen.Die Region Tibet ist gerade in der noch bis September laufenden Monsunzeit Regenfälle gewohnt. Besonders starke Niederschläge könnten die Arbeit der Rettungskräfte erschweren. Auf der chinesischen Seite im Südwesten Tibets arbeiten die Rettungskräfte seit dem Unglück am Mittwoch daran, die durch die Sturzflut unpassierbar gemachte Zufahrt zum Grenzübergang Gyirong freizuräumen. Der Grenzübergang ist in der Gebirgsregion einer der Hauptverbindungspunkte zu Nepal für Tourismus und Handel.In Nepal und China werden derweil immer noch mehr als 1400 Menschen vermisst. Darunter sind auch viele Touristen. Die Behörden beider Seiten bestätigten bislang insgesamt 392 Todesopfer.