Autoexplosion in St. Petersburg: Russischer Offizier getötet In der russischen Millionenmetropole St. Petersburg ist ein Offizier bei der Explosion eines Sprengsatzes in seinem Auto getötet worden. Ermittler bestätigten nur den Tod eines Militärangehörigen, nannten aber keine Details. Die Ehefrau des Mannes sei verletzt worden, teilten die Ermittler mit. Das Petersburger Nachrichtenportal „Fontanka“ meldete, bei dem Toten handle es sich um einen Oberstleutnant der russischen Luftstreitkräfte.Die Explosion ereignete sich demnach am Morgen, als das Paar seine Wohnung in einem für Militärangehörige gebauten Viertel verlassen habe. Die Hintergründe der Explosion waren zunächst unklar.In Russland wurden in den vergangenen Jahren immer wieder auch Militärangehörige bei Autoexplosionen getötet. In mehreren Fällen sprachen die Ermittler im Zuge der Untersuchungen von Anschlägen, die sie den ukrainischen Geheimdiensten zurechneten. Ian LieschVier EU-Staaten fordern eingefrorene russische Vermögen für UkraineInnerhalb der EU werden die Rufe nach einer erneuten Diskussion über die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte für die Ukraine laut. In einem Brief an die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und die irische Außenministerin Helen McEntee argumentieren die Außenminister von Schweden, Spanien, den Niederlanden und Polen, dass die vereinbarten Finanzhilfen nicht ausreichten. Die Ukraine benötige sowohl kurz- als auch langfristig mehr finanzielle Unterstützung, heißt es darin. Die Minister wollen das Thema beim EU-Außenministertreffen am 1. und 2. September in Irland auf die Tagesordnung setzen. Irland hat derzeit den rotierenden EU-Ratsvorsitz inne. Ein früherer Plan zur Nutzung der rund 210 Milliarden Euro an eingefrorenen russischen Zentralbankgeldern scheiterte am Widerstand Belgiens wegen möglicher Schadensersatzklagen Russlands.Ian LieschInspekteur der Marine: Russland „aggressiv auf See“Marineinspekteur Jan Christian Kaack sieht eine konstant hohe russische Bedrohung vor allem in der Ostsee. Die Marine des Landes sei „aggressiv auf See, durch das Ausspähen von Stützpunkten und Einheiten, durch Einschüchterungs- und Sabotageversuche, Drohnenüberflüge sowie den Einsatz der Schattenflotte in der Ostsee“, sagte der Vizeadmiral in Berlin.Er machte deutlich, dass Russland die Schiffe dieser sogenannten Schattenflotte inzwischen auch mit Waffen schützt, entweder durch Marineschiffe oder auch durch Wachteams an Bord. Allerdings sei diese Aufgabe für die russische Marine auch eine zusätzliche Belastung. Der Vizeadmiral sagte: „Das nutzt eine Marine, die auch nicht unendliche Ressourcen hat, auch in einem gewissen Maße ab.“ Der Schattenflotte werden Tanker und Frachtschiffe zugerechnet, die Russland zum Vermeiden von Sanktionen etwa beim Öltransport einsetzt. Der Marineinspekteur erklärte zudem, dass die Zahl der Männer und Frauen in den deutschen Seestreitkräften erstmals wieder wachse. „Beim Personal ist die Kehrtwende geschafft“, sagte er. Bei den Grundausbildungen sei 2025 der höchste Stand seit 2018 erreicht worden, und im Juli dieses Jahres sei man zahlenmäßig dort, wo man 2025 erst zu Jahresende gewesen sei. „In 2026 erwarten wir 3.000 Menschen mehr in der Marine, die selbstverständlich auch nachhaltig aufgenommen und ausgebildet werden müssen“, sagte er.Ian LieschLitauen repariert in Ukraine beschädigte Leopard- 2-PanzerIn Litauen sind mehrere Leopard-2-Panzer repariert worden, die als westliche Hilfe an die Ukraine geliefert und im Abwehrkampf gegen Russland beschädigt wurden. Die wieder instand gesetzten Kampfpanzer wurden bei einer Zeremonie in Jonava an Kiew übergeben und sollen schon bald wieder aus dem baltischen EU- und Nato-Land an die Front zurückkehren. Dies teilten das Unternehmen Lithuania Defense Services (LDS) und die deutsche Botschaft in Vilnius in sozialen Medien mit. Wie viele Leopard-2-Panzer instand gesetzt worden sind, wurde nicht mitgeteilt.Trotz des Zeitalters von Drohnen blieben die Panzer unerlässlich, wurde die ukrainische Botschafterin Olha Nikittschenko in der Mitteilung zitiert. Repariert wurden die Panzer in einem Wartungszentrum von LDS, einem litauischen Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Rüstungsfirmen Rheinmetall und KNDS. Finanziert wurde die Instandsetzung den Angaben zufolge von Deutschland, das der Ukraine nach langer Debatte seit Anfang 2023 Leopard-2-Panzer liefert. Auch andere Nato-Partner haben der Ukraine Panzer aus ihren Beständen übergeben.Ukraine: Russland greift Einkaufszentrum in Charkiw an Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ostukrainische Großstadt Charkiw ist mindestens ein Mensch getötet worden. Vier Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur des gleichnamigen Gebiets, Oleh Synjehubow, bei Telegram mit. Ziel der Attacke sei ein Einkaufszentrum gewesen. Ukraine stellt neue Friedensgespräche im September in Aussicht Neue Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Vertretern unter Beteiligung der USA könnten nach Angaben aus Kiew womöglich im September stattfinden. Die Ukraine bemühe sich um eine Wiederbelebung der Verhandlungen, sagte der ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow dem ukrainischen Nachrichtenportal „Novyny Live“. Mit weiteren Entwicklungen sei im kommenden Monat zu rechnen. Auf die Frage, ob er damit direkte Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Unterhändlern meine, sagte Budanow: „Ich hoffe darauf, ja, und natürlich auch auf amerikanische Vertreter. Ohne sie geht es nicht.“Die von den USA vermittelten Friedensgespräche waren in diesem Jahr ins Stocken geraten. Die Ukraine hatte russische Forderungen nach Gebietsabtretungen abgelehnt. Zudem waren die USA zunehmend mit dem Krieg gegen Iran beschäftigt. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte kürzlich, die Ukraine sehe bis zum Ende des nächsten Sommers ein Zeitfenster für eine US-Vermittlung. Seine Regierung habe zusammen mit US- und europäischen Vertretern ein Dokument mit Vorschlägen erarbeitet, das Moskau vorgelegt werden solle. Die letzte Runde von Gesprächen unter Beteiligung von US-Vertretern fand im Februar statt. Seither führten Vertreter der Ukraine und Russlands getrennte Gespräche mit der US-Seite. Russischer Generalstabschef besucht Soldaten an der FrontDer russische Generalstabschef Waleri Gerassimow hat nach offiziellen Angaben russische Soldaten an der Front in der Ukraine besucht. Das Verteidigungsministerium in Moskau veröffentlichte am Donnerstag ein Video, das Gerassimow zusammen mit Militärs zeigt. Demnach würdigte er den „Erfolg“ der Streitkräfte in der ostukrainischen Region Donezk und legte „Ziele“ für das weitere Vorgehen fest. Nach Ministeriumsangaben besuchte Gerassimow einen Gefechtsstand. Die russischen Streitkräfte rückten in Richtung Slowjansk in der Ostukraine vor, sagte Gerassimow dem Video zufolge. „Bis zu den östlichen Vororten von Slowjansk sind es noch vier Kilometer.“ Die russischen Truppen sollen nach dem Willen des Kremls die Kontrolle über die gesamte Region Donezk übernehmen. Slowjansk und das nahegelegene Kramatosrk sind die letzten größeren Ballungsräume in der Region, die unter ukrainischer Kontrolle sind. Am Mittwoch betraute der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Andrij Bilezkyji und Denys Prokopenko mit der Verteidigung der Region. Sie gelten als erfolgreiche Kommandeure. Russland greift Kiew vormittags mit Drohnen anAm Vormittag ist in Kiew lautes Flugabwehrfeuer zu hören. Seit zwei Stunden warnen die Luftstreitkräfte immer wieder vor Drohnen mit Strahlantrieb. Vanessa AngermannBerichte: CIA-Chef warnte in Moskau vor Angriff auf NATOCIA-Direktor John Ratcliffe hat Russland bei seinem Besuch in Moskau Medienberichten zufolge vor einem Angriff auf NATO-Verbündete gewarnt. Das berichteten das „Wall Street Journal“ und das Magazin „Politico“ unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen. Der Chef des US-Geheimdienstes hatte die russische Hauptstadt am Dienstag besucht. Über den Inhalt seiner Gespräche wurde allerdings nur wenig bekannt.Der CIA-Chef habe Russland vor allem mit Blick auf die östlichen NATO-Partner im Baltikum vor einer Eskalation gewarnt, berichtete „Politico“. Das „Wall Street Journal“ berichtete, Hintergrund seien US-Geheimdiensteinschätzungen, wonach der russische Präsident Wladimir Putin in den kommenden Jahren womöglich einen „begrenzten Angriff“ ausführen lassen könnte. Das Weiße Haus in Washington reagierte zunächst nicht auf Anfragen der Nachrichtenagentur AFP zu dem Thema. US-Präsident Donald Trump sagte, Ratcliffes Besuch in Moskau sei „halb routinemäßig“ erfolgt. „Wir würden den Krieg mit der Ukraine gerne beendet sehen“, fügte er hinzu. Laut dem US-Sender CBS News sprach Ratcliffe in Moskau auch über den Irankrieg. Der Sender berief sich bei seinen Angaben auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Menschen.Der Kreml hatte mitgeteilt, Ratcliffe habe bei seinem Besuch in Moskau in Kontakt mit russischen Geheimdiensten gestanden. Ein Treffen mit Präsident Putin habe nicht stattgefunden, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Putin sei allerdings über den Inhalt der Kontakte informiert worden. Angaben zu den behandelten Themen machte der Sprecher nicht.Ratcliffe war nach Berichten von US-Medien am Dienstag zu einem unangekündigten Besuch nach Moskau gereist. Es war sein erster bekannter Besuch in der russischen Hauptstadt seit seinem Amtsantritt als CIA-Chef im Jahr 2025. Ratcliffe ist einer der ranghöchsten US-Vertreter, die Russland seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 besucht haben. Vanessa AngermannExplosionen erschüttern Kiew nach russischen LuftangriffenRussland greift die Ukraine abermals mit Drohnen und Raketen an. In der Hauptstadt Kiew sind Explosionen zu hören, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Den Behörden zufolge fielen Trümmer in den Hof eines Wohnhauses.In Krywyj Rih werden nach offiziellen Angaben zwei Menschen bei einem Angriff auf eine Industrieanlage verletzt, in Saporischschja drei weitere. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.Neun Tote bei ukrainischem Angriff auf Bus in Luhansk Bei einem ukrainischen Angriff auf einen Bus im russisch kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Luhansk wurden nach russischen Angaben neun Menschen getötet. Der Bus sei auf dem Weg von Lyssytschansk nach Kadiiwka gewesen, erklärt der von Russland eingesetzte Gouverneur Leonid Passetschnik. Weitere Einzelheiten zu den Umständen des Vorfalls nennt er nicht. Die Nachrichtenagentur Reuters, die über den Angriff berichtet, konnte die Angaben nicht unabhängig überprüfen. Verstärkung für die OstfrontDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj besucht gemeinsam mit dem neuen Oberbefehlshaber Mychailo Drapatyj die Front im Südosten der Ukraine. Mit den Kommandeuren vor Ort sei besprochen worden, wie die Verteidigung gestärkt werden könne, teilt Selenskyj auf der Plattform X mit. In dem Sektor verzeichneten die ukrainischen Truppen im Zuge einer mehrstufigen Operation seit Anfang des Jahres Erfolge und befreiten mehrere Dutzend Siedlungen. Verstärkung erhält auch die Front im östlichen Donezk, die unter starkem russischen Druck steht. Zwei neue Einheiten unter der Führung bekannter Kommandeure sollen dorthin verlegt werden. Dies teilt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform Telegram mit. Die neu geschaffenen Verbände werden von Denys Prokopenko, dem Kommandeur des Asow-Korps, und Andrij Bilezkyj, dem Kommandeur des Dritten Armeekorps, geleitet.Ukraine: Russischer Angriff beschädigt Heizkraftwerk in Cherson Ein russischer Angriff mit einer gelenkten Fliegerbombe hat ein Heizkraftwerk in der südukrainischen Stadt Cherson schwer beschädigt. Dies teilte der Eigentümer, der ukrainische Energiekonzern Naftogaz, mit. Das genaue Ausmaß der Schäden soll untersucht werden, sobald es die Sicherheitslage zulässt. Selenskyj meldet Angriffe auf 16 Ziele in Russland Die ukrainische Armee hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj binnen 24 Stunden 16 Ziele in Russland attackiert. Darunter befinden sich Ölanlagen, Logistikzentren, Flugplätze, eine Raketeneinheit, ein Rüstungsbetrieb sowie Infrastruktur, die Moskau für Angriffe auf die Ukraine nutzt, wie Selenskyj auf der Plattform X mitteilte. Konkrete Orte nannte er nicht. „Der Krieg muss dorthin zurückkehren, woher er gekommen ist“, erklärt er. Zuvor hatte der ukrainische Generalstab mitgeteilt, in der Nacht die Norsi-Ölraffinerie des russischen Konzerns Lukoil in der Region Nischnij Nowgorod angegriffen zu haben. Dabei wird auf dem Gelände ein Brand ausgelöst, wie das Militär auf Telegram schrieb. Selenskyj verleiht Musk höchsten ukrainischen Orden für AusländerDer US-amerikanische Milliardär Elon Musk ist vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit dem Orden der Freiheit ausgezeichnet worden. Die Ehrung kommt in einer Zeit, in der sich Kiew um eine Freigabe von Musks Satelliten-Internetsystem Starlink bei ukrainischen Drohneneinsätzen auf russischem Staatsgebiet bemüht. „Mit dem Orden der Freiheit ausgezeichnet wird Elon Musk – Unternehmer, Ingenieur, Geschäftsführer von SpaceX und Tesla, Vereinigte Staaten von Amerika“, hieß es in dem auf der Präsidentenseite veröffentlichten Dekret. Die Auszeichnung wird demnach für besondere Verdienste beim Schutz von Menschenleben, der Freiheit und der Entwicklung der Beziehungen zwischen den Völkern der Ukraine und der USA verliehen. Der Orden der Freiheit ist der höchste Orden, den ein Ausländer oder Staatenloser von der Ukraine erhalten kann. Aus Deutschland haben ihn bisher 2017 Ex-Bundespräsident Joachim Gauck (CDU) und 2021 Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) erhalten. Mit Starlink-Internet ausgestattet können ukrainische Drohnen mit einer Videoverbindung direkt in Ziele gesteuert werden. Bisher ist die Freigabe auf das ukrainische Territorium einschließlich der von Russland besetzten Gebiete beschränkt.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: Trump: Bin nicht besorgt, dass Russland NATO-Staaten angreifen könnte | FAZ
US-Präsident: Besuch des CIA-Chefs in Moskau sei „übliches Geschäft“ +++ Russischer Offizier bei Autoexplosion in Sankt Petersburg getötet +++ Schwere Explosionen in Kiew +++ Neuigkeiten im Liveblog






