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Als Marie* den zukünftigen Vater ihres Kindes kennenlernt, wirkt der kompetent und fürsorglich. Dass sie bald darauf schwanger wird, ist Zufall. Aber mit diesem Mann an ihrer Seite, der sich so auf das Kind freue, wagt sie die Mutterschaft. Es dauert nicht lange, bis sie merkt, dass sie sich in ihm geirrt hat.

Als ich den positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt, kannten wir uns erst knapp fünf Monate. Das war so nicht geplant. Für mich war eine Abtreibung deshalb eine Option. Ich hatte sicherheitshalber schon einen Termin zur Schwangerschaftskonfliktberatung gebucht, den man vor einer Abtreibung braucht. Doch mein damaliger Partner wollte das Kind. Ich sagte ihm, dass wir uns das gut überlegen müssen. So ein Kind ist eine große Verantwortung. Er wusste, dass ich mein spontanes, freies Leben genoss, gerne unterwegs war, viel mit Freundinnen unternahm, Sport machte. Doch irgendwann begann mein Partner zu weinen und sagte: »Das Kind ist aus Liebe entstanden. Wir werden es bereuen, wenn wir es nicht bekommen.« Also entschieden wir uns dafür.