Nach Durchbruch in NRW : Handelsverband erwartet Tarifeinigung auch für Hessen27.08.2026, 14:16Lesezeit: 2 Min.Beschäftigte im hessischen Einzelhandel können sich von August an wahrscheinlich auf drei Prozent mehr Lohn einstellen und einen höheren Mindestlohn. Der erste Tarifabschluss in Nordrhein-Westfalen gilt als Signal.In Nordrhein-Westfalen hat es einen ersten Abschluss in einem Tarifgebiet seit Beginn der Verhandlungen in den Bundesländern im Frühjahr gegeben, wie der Handelsverband Nordrhein-Westfalen und der Verdi-Landesbezirk mitteilen. „Wir können uns gut vorstellen, dass andere Bezirke sich daran orientieren“, sagte ein Sprecher von Verdi. Auch beim Handelsverband Hessen blickt man jetzt optimistisch auf die nächsten Gespräche, nachdem die fünfte Tarifrunde in dieser Woche ergebnislos geblieben war. „Das ist der Verhandlungsstand von Hessen“, sagte Hauptgeschäftsführer Sven Rohde auf Anfrage zu den Ergebnissen in Nordrhein-Westfalen.Die Beschäftigten in NRW erhalten nach Mitteilung der Tarifparteien von August 2026 an ein Plus von drei Prozent, von Mai 2027 an weitere zwei Prozent. Der Tarifvertrag läuft 25 Monate. Für die unteren Entgeltgruppen soll laut Verdi ein Mindeststundenlohn von 14,20 Euro von diesem August an gelten, im Mai nächsten Jahres steigt der Mindestlohn auf 14,90 Euro.Im hessischen Groß- und Außenhandel hat es in dieser Woche bereits eine Einigung gegeben. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi steigen die Löhne in zwei Stufen: Vom 1. August des laufenden Jahres an gibt es 2,9 Prozent mehr, eine weitere Anhebung um 2,1 Prozent folgt zum 1. Mai nächsten Jahres. Da auch Nullmonate vereinbart wurden, tritt der Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 24 Monaten zum 1. Mai 2026 in Kraft, wie eine Verdi-Sprecherin erläuterte.Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Marcel Schäuble, sagte, Verdi habe sich im Wesentlichen an den Abschlüssen in anderen Bundesländern orientiert. Wichtigstes Anliegen sei gewesen, dass die Beschäftigten nach drei Monaten Verhandlung zügig mehr Geld bekommen. In Hessen arbeiten Verdi zufolge 120.000 Personen im Groß- und Außenhandel. Dazu gehören Unternehmen, die Waren in großen Mengen an andere Unternehmen, Gastronomen und den Handel verkaufen, etwa Metro und Hamberger.
Handelsverband Hessen erwartet Tarifeinigung
Beschäftigte im hessischen Einzelhandel können sich von August an wahrscheinlich auf drei Prozent mehr Lohn einstellen und einen höheren Mindestlohn. Der erste Tarifabschluss in Nordrhein-Westfalen gilt als Signal.











